Dialog Semiconductor: Aktie im Abwärtssog von Apple?

Das dürfte die Aktionäre von Dialog Semiconductor zum Jahresbeginn nicht vom Hocker reißen. Laut einem Medienbericht will Apple die Produktion der iPhone-Modelle 6S undd 6S Plus im Frühjahr erheblich drosseln.

 

© thecoolgadgets.com
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Apple selbst gab hierzu bisher keinen Kommentar ab. Grund für die Senkung der Produktionszahlen soll eine entsprechende Nachfrageflaute bei den vorgenannten Modellen sein.

 

Anleger treten den Rückzug an

Für den Markt reichte diese Meldung allerdings aus, so dass sich in der Folge viele Anleger aus Elektronikwerten zurückzogen. Das musste auch Dialog Semiconductor schmerzhaft spüren. Bereits zum Börsenbeginn sackte der Kurs des Unternehmens an der Frankfurter Börse um mehr als 2% ein.

Damit setzt sich der seit Mitte des letzten Jahres ausgeprägte Abwärtstrend in der Aktie von Dialog Semiconductor weiter fort. Mittlerweile liegen die Papiere bei Xetra unter dem Wert von vor einem Jahr.

 

Dialog Semiconductor im Strudel von schlechten News

Erst Mitte Dezember schockte der Konzern seine Aktionäre mit einer gesenkten Prognose. Die schwache Nachfrage nach Chips für Mobilgeräte wurde seitens der Konzernführung hierfür als Grund angegeben.

Für den Konzern kann das nur bedeuten, die Zielsetzung, sich von der starken Abhängigkeit von Apple zu lösen, kontinuierlich weiter zu verfolgen. Das war auch der Grund dafür, dass man Atmel übernehmen will.

Wie es hier jedoch weitergehen wird, ist noch ungewiss. Denn nachdem man sich fast schon sicher war, dass dieser Deal reibungslos abgewickelt werden kann, trat dann ein angebliches Angebot eines Konkurrenten auf den Plan. Angeblich soll sich Microchip Technology auch für Atmel interessieren.

 

Drohen der Aktie weitere Verluste?

Die Übernahme von Atmel stieß im Vorfeld nicht gerade auf Begeisterung bei den Aktionären. Hier sah man diesen Deal als viel zu teuer an und strafte die Aktie entsprechend ab. Letztendlich konnte sich Dialog Semiconductor jedoch im November die Zustimmung der Aktionäre für die Übernahme von Atmel sichern. Ob diese jedoch vollzogen werden kann, bleibt ungewiss.

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Im Zuge der Nachricht über die Senkung der Produktionszahlen bei Apple ist jedoch heute mit weiteren Verlusten in dem ohnehin momentan schwierigen Börsenumfeld zu rechnen.

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