Dialog Semiconductor: Ausgangslage bleibt schwierig

Der Halbleiter-Hersteller Dialog Semiconductor hat schwere Tage hinter sich. Der Grund ist nicht ganz neu. Denn schon seit Monaten geistert durch den Markt die Besorgnis, dass Dialog Semiconductor zumindest einen signifikanten Teil der Aufträge von Apple verlieren könnte.

Apple ist weiterhin Hauptkunde, soll aber inzwischen auch an der Entwicklung von Chips arbeiten, die der Computergigant bislang von Dialog Semiconductor bezieht. Dabei geht es um Halbleiter für das Energiemanagement.

Apple kürzt Auftragsvolumen

Vor kurzem gab der deutsche Halbleiter-Hersteller noch eine Art Entwarnung. Dialog erklärte, dass man gerade mit weiteren Aufträgen bedacht wurde, die 2019 abgearbeitet werden sollen. Nun der nächste Knall. Denn wie jetzt bekannt wurde, kürzt Apple sein Auftragsvolumen bei Dialog Semiconductor. Unter dem Strich rechnet das Chipunternehmen auf Konzernebene mit rund 5 % weniger Umsatzvolumen.

Noch keine Entwarnung

Das sorgte zum Monatsbeginn bereits für einen deutlichen Kursrutsch. In den Folgetagen bemühte sich die Aktie, hier eine Stabilisierung zu erreichen. Deren Erfolg bleibt aber immer noch abzuwarten. Denn nach wie vor gilt: Eine Kompensation für die geringeren Apple-Aufträge ist erst einmal noch nicht in Sicht. Und wer weiß, ob sich Apple nach der Entscheidung, weitere Zulieferer auszuwählen, nicht noch weiter von Dialog Semiconductor abwendet. Die Aktie des Halbleiterherstellers bleibt entsprechend hoch riskant.

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