Diginex: 600 Millionen Aktien für Resulticks
Diginex hat die Nasdaq-Zulassung für den geplanten Resulticks-Kontrollwechsel beantragt. Die Aktionäre stimmen am 8. Oktober über den Deal ab.

- Nasdaq-Antrag für Kontrollwechsel eingereicht
- Hauptversammlung am 8. Oktober geplant
- Übernahme als Aktientransaktion neu strukturiert
- Umsatz steigt, Nettoverlust wächst
Diginex hat einen weiteren formalen Schritt auf dem Weg zur Übernahme von Resulticks vollzogen. Das Unternehmen reichte gestern eine Listing Application bei der Nasdaq ein, um den mit der geplanten Akquisition verbundenen Kontrollwechsel genehmigen zu lassen. Der Antrag folgt auf die am 14. August unterzeichnete geänderte und neugefasste Aktienkaufvereinbarung, die den Deal auf eine reine Aktientransaktion umstellte.
Die Konditionen haben sich damit spürbar verändert. Ursprünglich hatte Diginex Resulticks im April zu einem Transaktionswert von 1,5 Milliarden US-Dollar und einem Aktienkurs von 1,32 US-Dollar je Aktie übernehmen wollen. Die überarbeitete Vereinbarung sieht nun 600.000.000 Diginex-Stammaktien zu je 1,75 US-Dollar als Gegenleistung vor – eine Neuordnung der Bewertungsbasis, über die letztlich die Nasdaq befinden muss.
Zeitplan bis zur Hauptversammlung
Für den 8. Oktober ist eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen, auf der Aktionäre über die Resulticks-Übernahme, eine Erhöhung des genehmigten Grundkapitals sowie eine Satzungsänderung abstimmen sollen.
Die dazugehörigen Proxy-Unterlagen sollen den Aktionären ab dem 25. September zugestellt werden, Stichtag für die Berechtigung ist der 14. August. Die Nasdaq-Zulassung ist damit ein weiterer Baustein, der parallel zum Abstimmungsprozess läuft und dessen Ausgang für den geplanten Vollzug der Übernahme mitentscheidend ist.
Der Deal war zuvor bereits einmal verlängert worden: Das ursprüngliche Long-Stop-Date von Ende Juli war auf den 12. August verschoben worden, nachdem Diginex private Finanzierungszusagen über 70 Millionen US-Dollar gesichert hatte.
Die neuerliche Vertragsanpassung und der nun gestellte Nasdaq-Antrag zeigen, dass beide Seiten am Zusammenschluss festhalten, auch wenn sich die Struktur der Transaktion seit dem ursprünglichen Signing im April erheblich gewandelt hat.
Operatives Geschäft wächst, Verlust weitet sich aus
Im Hintergrund läuft das laufende Geschäft weiter: Für das am 31. März 2026 endende Geschäftsjahr hatte Diginex zuvor einen Umsatzanstieg von 77 Prozent auf 3,6 Millionen US-Dollar vermeldet, getragen von Software- und Datenerlösen sowie Beiträgen der Zukäufe Plan A, Matter und The Remedy Project.
Zugleich weitete sich der Nettoverlust auf 31,1 Millionen US-Dollar aus, belastet unter anderem durch eine Goodwill-Wertminderung von 7,0 Millionen US-Dollar auf Matter sowie höhere Personal- und M&A-Kosten. Bilanziell steht Diginex ohne verzinste Schulden da, mit einer Liquidität von 4,9 Millionen US-Dollar.
Für die Nasdaq-Prüfung dürfte weniger die operative Ertragslage im Vordergrund stehen als die Frage, ob der durch die Aktien-für-Aktien-Struktur ausgelöste Kontrollwechsel den Börsenregeln entspricht.
Erst nach positivem Bescheid und zustimmender Hauptversammlung könnte der Zusammenschluss mit dem deutlich größeren Resulticks – zuletzt mit rund 150 Millionen US-Dollar Umsatz und 46 Millionen US-Dollar EBITDA ausgewiesen – tatsächlich vollzogen werden.
Die Diginex-Aktie schloss gestern bei 1,38 US-Dollar, ein Plus von 1,5 Prozent zum Vortag. Auf Wochensicht steht ein Zuwachs von 15 Prozent zu Buche, während sich der Kurs auf Monatssicht mit einem Rückgang von 0,7 Prozent nahezu unverändert zeigt.
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