Diginex Aktie: 1,5-Milliarden-Deal mit Resulticks

Der ESG-Spezialist Diginex will Resulticks für 1,5 Milliarden Dollar übernehmen. Die Frist endet morgen, die Börse reagiert mit extremer Volatilität.

Die Kernpunkte:
  • Übernahme von Resulticks für 1,5 Milliarden Dollar
  • Fristende am 12. Juni sorgt für Spannung
  • Aktienkurs kämpft gegen Nasdaq-Delisting
  • Annualisierte Volatilität bei 142 Prozent

Ein 34-Millionen-Dollar-Unternehmen will einen Konkurrenten für 1,5 Milliarden Dollar schlucken. Bei Diginex klaffen Anspruch und Realität weit auseinander. Morgen endet die Frist für diese spektakuläre Übernahme. Die Börse reagiert extrem nervös.

Ein Deal der Extreme

Der ESG-Softwarespezialist plant den Kauf von Resulticks. Die Transaktion erfolgt komplett in eigenen Aktien. Der Referenzpreis liegt bei 1,32 US-Dollar je Papier. Ursprünglich sollte der Deal Ende Mai über die Bühne gehen. Die Parteien verlängerten die Frist jedoch bis zum 12. Juni.

Die Dimensionen sind gewaltig. Diginex setzte in den vergangenen zwölf Monaten lediglich 3,6 Millionen US-Dollar um. Resulticks steuert dagegen rund 150 Millionen US-Dollar Jahresumsatz bei. Die operative Gewinnmarge des Ziels liegt bei starken 32 Prozent. Die Übernahme würde das Geschäftsmodell fundamental verändern.

Kampf gegen den Rauswurf

Parallel dazu kämpft das Management an einer zweiten Front. Die Nasdaq droht mit dem Delisting. Der Aktienkurs notierte zuvor wochenlang unter der kritischen Ein-Dollar-Marke. Diginex hat bis zum 21. September Zeit, diese Vorgabe wieder dauerhaft zu erfüllen.

Das Board reagierte bereits im April mit einer drastischen Maßnahme. Ein Aktiensplit im Verhältnis acht zu eins sollte den Kurs stützen. Aktuell notiert das Papier bei 1,07 US-Dollar. Ein gefährlich knapper Puffer.

Volatilität auf Rekordniveau

Die doppelte Unsicherheit schlägt sich im Handel nieder. In den vergangenen 30 Tagen verlor die Aktie 11,20 Prozent an Wert. Mit einem RSI von 33,5 gilt der Titel als technisch überverkauft.

Die extremen Ausschläge zeigen sich an der annualisierten Volatilität. Diese liegt bei rasanten 142,81 Prozent. Übernahme-Schlagzeilen sorgten in der Vergangenheit immer wieder für unberechenbare Kursschwankungen in beide Richtungen.

Morgen läuft die verlängerte Frist für den Resulticks-Deal ab. Diginex muss dann Farbe bekennen. Ein erfolgreicher Abschluss verwandelt den Zwerg in einen ernsthaften Player mit dreistelligen Millionenumsätzen. Platzt der Kauf, bleibt ein unprofitables Restgeschäft mit massiven Compliance-Problemen an der US-Börse.

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