Diginex Aktie: 21. September Deadline für Nasdaq-Verbleib
Diginex treibt milliardenschwere Übernahme voran, während juristische Untersuchungen und Nasdaq-Auflagen den Aktienkurs belasten.

- Integration von vier Geschäftseinheiten geplant
- 1,5-Milliarden-Dollar-Übernahme von Resulticks
- Zwei Kanzleien prüfen mögliche Verstöße
- Nasdaq droht mit Delisting bei Kursverfall
Vier Einheiten zu einer Plattform zusammenführen, gleichzeitig eine Milliardenübernahme stemmen und dabei zwei juristische Untersuchungen im Nacken — Diginex Limited hat sich für 2026 viel vorgenommen.
Am 7. Mai skizzierte Lorenzo Romano, stellvertretender Vorsitzender des Unternehmens, in einem Investoren-Interview die neue Strategie: Die Einheiten Diginex, Plan A, Matter und The Remedy Project sollen zu einer integrierten Technologieplattform für Kohlenstoffbuchhaltung, Nachhaltigkeitsberichterstattung und Lieferkettentransparenz verschmelzen. Das Argument dahinter ist nachvollziehbar — globale Banken und Konzerne suchen nach Komplettlösungen, nicht nach einem Flickenteppich aus Spezialanbietern.
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Ehrgeizige Vision, kleines Fundament
Der adressierte Markt klingt verlockend: Das globale Sustainability-RegTech-Segment soll von rund 20 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 auf über 80 Milliarden bis 2032 wachsen. Das operative Fundament von Diginex selbst ist allerdings bescheiden. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 2,04 Millionen US-Dollar — ein Plus von 57 Prozent gegenüber dem Vorjahr, aber bei einem Verlust von 5,21 Millionen US-Dollar.
Das zentrale Wachstumsvehikel soll die geplante Übernahme von Resulticks Global Companies Pte Limited sein. Diginex vereinbarte die Transaktion als reine Aktienübernahme mit einem Volumen von 1,5 Milliarden US-Dollar. Das Management prognostiziert für Resulticks einen Umsatz zwischen 190 und 210 Millionen US-Dollar im laufenden Geschäftsjahr, für 2027 zwischen 250 und 280 Millionen. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt von Abschlussbedingungen — und die Fremdfinanzierung ist bislang nicht gesichert.
Juristische Untersuchungen und Börsendruck
Ausgerechnet rund um diese Übernahme häufen sich die Probleme. Sowohl die Rosen Law Firm als auch die Schall Law Firm haben Untersuchungen wegen möglicher wertpapierrechtlicher Verstöße eingeleitet. Die Rosen Law Firm bereitet eine Sammelklage vor, die auf Rückforderung von Anlegerverlusten abzielt. Konkrete Vorwürfe: Das Unternehmen könnte der Öffentlichkeit wesentlich irreführende Geschäftsinformationen mitgeteilt haben.
Indes läuft eine Frist der Nasdaq. Diginex hatte den Mindestkurs von 1,00 US-Dollar über 30 aufeinanderfolgende Handelstage unterschritten und muss die Aktie bis zum 21. September 2026 für zehn Handelstage in Folge über dieser Marke halten. Gelingt das nicht, droht der Rauswurf vom Nasdaq Capital Market.
Das Transformationsprojekt hängt damit an mehreren Fäden gleichzeitig: Der Abschluss der Resulticks-Übernahme, die Sicherung der Fremdfinanzierung und die Erfüllung der Nasdaq-Anforderungen müssen alle gelingen — während zwei Kanzleien das Unternehmen unter die Lupe nehmen. Ob das Management diesen Spagat bis Herbst schafft, dürfte die entscheidende Frage für Aktionäre sein.
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