Diginex Aktie: 63% Absturz trotz 1,5-Milliarden-Deal

Diginex will Resulticks für 1,5 Mrd. USD übernehmen, während die Aktie unter 2 USD notiert und die Nasdaq-Compliance bis September droht.

Die Kernpunkte:
  • Übernahmeziel im Wert von 1,5 Milliarden
  • Aktie verliert 63 Prozent seit Hochpunkt
  • Nasdaq-Frist bis 21. September 2026
  • Interne Konsolidierung zu einer Plattform

Diginex plant eine Übernahme im Wert von 1,5 Milliarden US-Dollar — und die eigene Aktie ist gerade einmal 42 Millionen Dollar wert. Dieser Widerspruch prägt die Lage des ESG-Technologieunternehmens in dieser Woche.

Kurs bricht trotz Strategie-Offensive ein

In neun der letzten zehn Handelstage fiel die Aktie. Seit dem Hochpunkt dieses Zeitraums hat sie 63 Prozent verloren. Am 7. Mai schloss sie bei 1,45 US-Dollar — ein Minus von sieben Prozent an einem einzigen Tag.

Einen Reverse Split hatte das Management Ende April noch als stabilisierende Maßnahme durchgeführt. Das 1-zu-8-Verhältnis stützte den Kurs nicht. Im Gegenteil: Der Absturz beschleunigte sich danach.

Die Nasdaq verlangt einen Mindestpreis von 1,00 US-Dollar. Diginex unterschritt diese Schwelle über Wochen. Nun läuft eine Heilungsfrist bis zum 21. September 2026. Bis dahin muss die Aktie zehn Handelstage in Folge bei oder über einem Dollar schließen — sonst droht das Delisting.

Übernahme mit gewaltiger Bewertungslücke

Diginex will Resulticks Global Companies übernehmen. Der vereinbarte Transaktionswert: 1,5 Milliarden US-Dollar, bezahlt in eigenen Aktien. Der Referenzpreis wurde auf Basis vor dem Reverse Split festgelegt — bereinigt entspricht das 10,56 US-Dollar je Aktie. Der aktuelle Kurs liegt weit darunter.

Resulticks bringt laut Unternehmensangaben rund 150 Millionen US-Dollar Jahresumsatz mit. Das EBITDA soll zwischen 46 und 50 Millionen US-Dollar liegen. Für 2027 projiziert das Management einen Umsatz von 250 bis 280 Millionen US-Dollar.

Der Abschluss der Transaktion hängt noch von mehreren Bedingungen ab. Unter anderem braucht Diginex eine nicht verwässernde Fremdfinanzierung. Konkrete Fortschritte dabei stehen aus.

Vier Einheiten werden zu einer Plattform

Parallel zur Übernahme treibt Diginex eine interne Konsolidierung voran. Vier Einheiten — Diginex, Plan A, Matter und The Remedy Project — sollen zu einer integrierten Technologieplattform zusammenwachsen. Sie soll Kohlenstoffbilanzierung, Nachhaltigkeitsberichterstattung, grüne Finanzierung und Lieferkettentransparenz unter einem Dach vereinen.

Der Vorstand hat die Restrukturierung im März einstimmig genehmigt. CEO Lubomila Jordanova hatte die Überprüfung geleitet. Stellvertretender Vorstandschef Lorenzo Romano erläuterte die Strategie am 7. Mai in einem veröffentlichten Investorengespräch.

Der Markt bewertet die Ankündigungen bislang skeptisch. Solange der Transaktionsabschluss und die Nasdaq-Compliance offen sind, dürfte der Druck auf den Kurs anhalten — die nächsten Wochen bis zur September-Frist werden zeigen, ob Diginex beides liefern kann.

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