Diginex Aktie: Aktionäre stimmen ab
Die Diginex-Aktionäre haben einem 8-zu-1-Reverse Split zugestimmt, um das Delisting von der Nasdaq abzuwenden. Das Unternehmen befindet sich in einer umfassenden Restrukturierungsphase.

- Aktionäre billigen 8-zu-1-Aktienzusammenlegung
- Maßnahme soll Delisting-Gefahr abwenden
- Umsatzwachstum von 293 Prozent im Halbjahr
- Unternehmen schuldenfrei mit starker Liquidität
Zwei Monate nach der Nasdaq-Warnung hat Diginex auf seiner außerordentlichen Hauptversammlung vom 13. April 2026 die entscheidende Weiche gestellt. Die Aktionäre stimmten über einen 8-zu-1-Reverse-Split ab — das direkte Mittel, um den Kurs mathematisch über die Mindestmarke von 1,00 US-Dollar zu heben.
Rückabwicklung eines eigenen Fehlers
Der Schritt hat eine pikante Vorgeschichte. Erst im September 2025 vollzog Diginex einen 8-für-1-Vorwärts-Split — nun macht das Unternehmen genau diesen Schritt rückgängig. Ausgangspunkt war eine Nasdaq-Mitteilung vom 23. März 2026: Der Schlusskurs lag 30 aufeinanderfolgende Handelstage unter der Mindestgrenze. Bis zum 21. September 2026 muss Diginex die Compliance wiederherstellen, sonst droht das Delisting.
Die beschlossene Kapitalstruktur sieht zunächst eine Erhöhung auf 3,96 Milliarden Stammaktien vor, gefolgt von der Konsolidierung auf 495 Millionen Stammaktien zu je 0,0004 US-Dollar Nennwert. Laut Unternehmensangaben bleibt die proportionale Beteiligung der Aktionäre unverändert, die Marktkapitalisierung wird nicht wesentlich beeinflusst.
Umbau auf allen Ebenen
Die Kapitalmaßnahme fällt in eine Phase grundlegender Neuordnung. Zum 1. April 2026 hat Diginex seine Holdingstruktur mit vier Tochtergesellschaften aufgelöst und sich zu einem einzigen integrierten Unternehmen zusammengeführt. CO₂-Bilanzierung, Nachhaltigkeitsberichterstattung, menschenrechtliche Sorgfaltspflicht und Lieferkettentransparenz laufen künftig unter einer einheitlichen Technologieplattform. Weitere Details zur Umsetzung erwartet das Unternehmen im Laufe des zweiten Quartals 2026.
Wachstum ohne Profitabilität
Das Zahlenwerk zeigt ein vertrautes Bild für Wachstumswerte in früher Phase. Der Umsatz stieg im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres um 293 Prozent auf 2,0 Millionen US-Dollar — getrieben durch höhere Abonnement- und Lizenzgebühren. Der operative Verlust weitete sich allerdings auf 6,0 Millionen US-Dollar aus, nach 4,2 Millionen im Vorjahreszeitraum. Das Umsatzwachstum übersetzt sich bislang nicht in Rentabilität.
Immerhin: Diginex ist schuldenfrei und hält nach einer Optionsausübung im Oktober 2025 eine Kassenposition von 13,8 Millionen US-Dollar. Das gibt dem Unternehmen operativen Spielraum — und Zeit.
Hält der Kurs nach dem Reverse Split zehn aufeinanderfolgende Handelstage über der 1-Dollar-Marke, wäre die unmittelbare Delistings-Gefahr abgewendet. Gelingt das nicht bis zum 21. September, kann Diginex eine weitere Frist von 180 Tagen beantragen — sofern alle übrigen Nasdaq-Notierungsstandards erfüllt sind. Eine dritte Chance sieht das Regelwerk nicht vor.
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