Diginex Aktie: Doppelte Belastung

Die Diginex-Aktie notiert auf einem 52-Wochen-Tief, während eine Earnout-Tranche fällig wird und eine Nasdaq-Warnung droht. Die Eigentümerstruktur verschiebt sich weiter.

Die Kernpunkte:
  • Aktie notiert bei neuem 52-Wochen-Tief von 0,44 USD
  • Erste Earnout-Tranche aus Übernahme wird fällig
  • Nasdaq-Warnung wegen Unterschreitung der Mindestmarke
  • Eigentümerstruktur konzentriert sich auf Chairman

Heute wird die erste Earnout-Tranche aus der Übernahme von The Remedy Project fällig — und die Diginex-Aktie notiert mit 0,44 US-Dollar auf einem frischen 52-Wochen-Tief. Der Zeitpunkt hätte ungünstiger kaum sein können.

Vom Allzeithoch in den Penny-Stock-Bereich

Im Oktober 2025 erreichte die Aktie noch ein Allzeithoch von 39,90 US-Dollar. Zum Jahresende 2025 waren bereits 89 Prozent dieses Wertes vernichtet, der Schlusskurs lag bei 4,23 US-Dollar. Im ersten Quartal 2026 setzte sich der Rückgang fort — rund 87 Prozent unter dem Jahreseröffnungswert.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Diginex?

Die heute fällige Tranche umfasst 250.000 Aktien, die Diginex bei der Übernahme von The Remedy Project vertraglich zugesagt hatte. Insgesamt sind bis zu einer Million Earnout-Aktien in vier Tranchen über drei Jahre vorgesehen. Die späteren Tranchen sind an EBITDA-Ziele geknüpft: 4,1 Millionen US-Dollar bis März 2028 und 8,2 Millionen US-Dollar bis März 2029.

Nasdaq-Frist und verschobene Eigentümerstruktur

Zusätzlich zur Earnout-Fälligkeit droht regulatorischer Druck. Nachdem die Aktie seit mehr als 30 Tagen unter der Mindestmarke von 1,00 US-Dollar notiert — die Frist lief zwischen dem 19. und 23. März ab —, wird eine offizielle Deficiency Notice der Nasdaq als unmittelbar bevorstehend erwartet. Nach Erhalt hätte Diginex 180 Kalendertage, den Kurs zu korrigieren. Voraussetzung: mindestens zehn aufeinanderfolgende Handelstage über 1,00 US-Dollar.

Parallel verschiebt sich die Eigentümerstruktur weiter in Richtung des Chairmen. Rhino Ventures kontrolliert inzwischen 57,7 Prozent der ausstehenden Aktien, die Gesamtbeteiligung von Chairman Miles Pelham liegt bei 58,9 Prozent. Ausgelöst wurde diese Konzentration Anfang März durch einen Zwangsverkauf von 36 Millionen verpfändeten Aktien des früheren Großaktionärs Rocky Rai zur Begleichung eines Darlehens von rund 29,8 Millionen US-Dollar. Am 20. März genehmigte der Vorstand zudem eine zweijährige Verlängerung der Rhino-Ventures-Warrants, der Gründer-Warrant läuft nun bis Mai 2029.

Bewertung weit über der operativen Basis

Das eigentliche Spannungsfeld liegt anderswo. Der Umsatz stieg im Geschäftsjahr bis März 2025 zwar um 57 Prozent auf 2,04 Millionen US-Dollar — der Nettoverlust belief sich gleichzeitig auf 5,2 Millionen US-Dollar. Trotz des massiven Kursrückgangs trägt die Aktie noch immer eine Marktkapitalisierung von rund 99 Millionen US-Dollar, ein erheblicher Aufschlag gegenüber der tatsächlichen Umsatzbasis.

Der vierjährige Reseller-Vertrag mit Resulticks zielt auf kumulative Erlöse von 40 Millionen US-Dollar ab — ein Ziel, das die aktuelle Geschäftsgröße um ein Vielfaches übersteigt. Ob der Markt diesen Wachstumspfad jemals einpreisen wird, lässt die bisherige Kursentwicklung offen: Strategische Meldungen haben den Abwärtstrend bislang nicht gestoppt.

Diginex-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Diginex-Analyse vom 27. März liefert die Antwort:

Die neusten Diginex-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Diginex-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Diginex: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Diginex