Diginex Aktie: Radikaler Umbau

Der ESG-Spezialist Diginex übernimmt Plan A.earth und positioniert sich neu. Visa und Deutsche Bank werden durch die Transaktion zu Aktionären, während die Gründerin des Zukaufs die Konzernführung übernimmt.

Die Kernpunkte:
  • Übernahme von Plan A.earth für rund 55 Millionen Euro
  • Visa und Deutsche Bank werden neue Großaktionäre
  • Gründerin Lubomila Jordanova übernimmt CEO-Posten
  • Umsatz steigt stark, operativer Verlust weitet sich aus

Der ESG-Spezialist Diginex hat den Jahresstart 2026 für eine fundamentale Neuaufstellung genutzt. Mit gleich zwei Übernahmen und einem sofortigen Wechsel an der Konzernspitze positioniert sich das Unternehmen aggressiv im Markt für Nachhaltigkeits-Software. Doch die Expansion verändert nicht nur das Produktportfolio, sondern bringt auch prominente Namen in den Aktionärskreis.

Prominente neue Investoren

Im Zentrum der Neuausrichtung steht die Übernahme des Berliner Unternehmens Plan A.earth, die am 14. Januar abgeschlossen wurde. Das Deal-Volumen beläuft sich auf rund 55 Millionen Euro. Da Diginex den Großteil dieser Summe (etwa 52 Millionen Euro) in eigenen Aktien begleicht, verändern sich die Eigentümerverhältnisse signifikant.

Durch diese Transaktion steigen Visa und die Deutsche Bank zu Anteilseignern von Diginex auf. Die Vereinbarung beinhaltet zudem erfolgsabhängige Zahlungen von bis zu 25 Millionen Euro für die Jahre 2026 und 2027, sofern ambitionierte Umsatzziele erreicht werden. Ergänzend stärkte das Unternehmen sein Portfolio durch den Kauf von The Remedy Project Limited sowie ein neues Joint Venture in Brasilien für den Agrarsektor.

Führungswechsel als Konsequenz

Die Integration von Plan A hat unmittelbare personelle Folgen. Lubomila Jordanova, die Gründerin des übernommenen Unternehmens, löste Ende Januar den bisherigen CEO Mark Blick ab. Dieser Schritt signalisiert, dass die technologische und strategische DNA von Plan A künftig den Kurs von Diginex maßgeblich bestimmen wird. Blick wechselt in eine beratende Funktion.

Dynamik trifft auf Verluste

Die finanzielle Ausgangslage zeigt das klassische Bild eines aggressiven Wachstumsunternehmens. Die jüngsten Halbjahreszahlen belegen zwar eine massive Expansion, offenbaren aber auch die hohen Kosten der Skalierung:

  • Umsatzsprung: Die Erlöse kletterten im Jahresvergleich um 293 Prozent auf 2,0 Millionen US-Dollar.
  • Defizit: Der operative Verlust weitete sich gleichzeitig auf 6,0 Millionen US-Dollar aus.
  • Kapitalpolster: Durch die Ausübung von Optionsscheinen im Oktober flossen dem Unternehmen 13,8 Millionen US-Dollar zu, was die Bilanz vorerst stabilisiert.

Der Erfolg der Aktie hängt nun maßgeblich von der schnellen Integration der Zukäufe ab. Die kommenden Quartalszahlen müssen beweisen, dass die erwarteten Synergien zwischen Carbon-Accounting und ESG-Reporting greifen und die Umsatzdynamik die steigende Kostenbasis rechtfertigen kann.

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