Diginex Aktie: Resulticks-Frist endet am Dienstag

Bis zum 30. Juni muss Diginex eine bindende Stellungnahme zur Resulticks-Übernahme abgeben. Der Aktienkurs liegt weit unter dem Referenzpreis, was den Deal gefährdet.

Die Kernpunkte:
  • Fristende für Resulticks-Übernahme am Dienstag
  • Aktienkurs deutlich unter Referenzpreis von 1,32 Dollar
  • Nasdaq-Notierung durch Kurs unter einem Dollar bedroht
  • Nettoverlust im ersten Halbjahr um 400 Prozent gestiegen

Die kommende Woche entscheidet über die Zukunft von Diginex. Am Dienstag endet die verlängerte Frist für die geplante Übernahme von Resulticks. Parallel tickt die Uhr der US-Börse Nasdaq unerbittlich weiter. Das Papier schloss am Freitag bei 0,88 US-Dollar.

Hängepartie um Resulticks

Diginex will Resulticks für 1,5 Milliarden US-Dollar kaufen. Die Bezahlung soll komplett in Aktien fließen. Der vereinbarte Referenzpreis liegt bei 1,32 US-Dollar je Aktie. Der aktuelle Kurs notiert allerdings weit darunter. Das macht den Deal für die Verkäufer massiv unattraktiv. Bis zum 30. Juni müssen beide Seiten nun eine bindende Stellungnahme abgeben.

Ein Scheitern der Übernahme hätte schwere Folgen. Diginex kämpft parallel um den Verbleib an der Technologiebörse Nasdaq. Die Aktie rutschte auf Monatssicht um knapp 32 Prozent ab. Damit notiert der Wert weiterhin unter der kritischen Marke von einem US-Dollar.

Das Management hat längst reagiert. Ein Aktiensplit im Verhältnis eins zu acht reduzierte im April die Anzahl der Papiere drastisch. Dennoch verpuffte die Wirkung des Reverse Splits an der Börse völlig.

Die Vorgabe der Nasdaq ist strikt. Der Kurs muss bis zum 21. September an zehn aufeinanderfolgenden Tagen über einem Dollar schließen. Gelingt das nicht, muss das Unternehmen eine Gnadenfrist von weiteren 180 Tagen beantragen.

Hohe Verluste, extreme Schwankungen

Die fundamentale Lage bietet wenig Halt. Im ersten Halbjahr steigerte Diginex den Umsatz zwar auf gut zwei Millionen US-Dollar. Im gleichen Schritt explodierte der Nettoverlust jedoch um 400 Prozent auf 5,8 Millionen US-Dollar.

Die extreme Unsicherheit spiegelt sich im Handel wider. Die annualisierte Volatilität liegt bei 111 Prozent. Mit einem RSI-Wert von 34 nähert sich die Aktie dem überverkauften Bereich. Am 30. Juni fällt nun die Entscheidung zum Resulticks-Deal. Platzt die Übernahme, rückt das endgültige Nasdaq-Delisting bedrohlich nah.

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