Diginex: Kurs bei 0,45 Dollar nach Reverse Split

Trotz Aktienzusammenlegung bleibt der Kurs von Diginex weit unter dem angepeilten Übernahmepreis. Das Vertrauen der Anleger in die Milliarden-Transaktion mit Resulticks schwindet.

Die Kernpunkte:
  • Aktienkurs weit unter Wunschwert
  • Geplante Milliarden-Übernahme von Resulticks
  • Nasdaq-Notierung durch Kursverfall gefährdet
  • Zeitdruck bis Ende Mai für Deal-Abschluss

Das Management ruft einen Wert von über zehn US-Dollar auf, die Börse zahlt nicht einmal zwei. Bei Diginex klaffen Wunsch und Wirklichkeit derzeit meilenweit auseinander. Diese Diskrepanz spiegelt das tiefe Misstrauen der Investoren gegenüber einer komplexen Milliarden-Transaktion wider.

Die Mathematik der Skepsis

Im Zentrum steht die geplante Übernahme von Resulticks. Diginex peilt für den vorgeschlagenen Aktientausch einen Referenzpreis von 10,56 US-Dollar an. Der Gesamtwert der Gegenleistung beläuft sich auf 1,5 Milliarden US-Dollar.

Dieser zweistellige Kurs ist das Resultat einer frischen Kapitalmaßnahme. Ende April vollzog das Unternehmen einen Aktien-Zusammenschluss im Verhältnis acht zu eins. Dadurch schrumpfte der Streubesitz drastisch auf gut 29 Millionen Papiere.

Der erhoffte Kurssprung blieb allerdings aus. Am 30. April ging das Papier bei lediglich 1,82 US-Dollar aus dem Handel. Das Handelsvolumen hat sich parallel dazu auf rund eine Million Aktien verdoppelt. Marktbeobachter werten dies als Zeichen erhöhter Nervosität vor den anstehenden Fristen.

Kampf um die Notierung

Der Reverse Split hatte nicht nur kosmetische Gründe. Diginex kämpft um den Verbleib an der US-Technologiebörse Nasdaq. Das Regelwerk fordert einen Mindestkurs von einem US-Dollar.

Fällt der Wert wieder unter diese Marke, droht ein formales Delistingverfahren. Bis zum 21. September hat das Unternehmen Zeit, die Vorgaben dauerhaft zu erfüllen. Dafür muss der Schlusskurs an zehn aufeinanderfolgenden Handelstagen über der kritischen Schwelle liegen.

Enormer Zeitdruck

Die Zeit drängt auch bei der Resulticks-Transaktion. Das Geschäft soll spätestens Ende Mai abgeschlossen sein. Bis dahin fehlen noch die Zustimmung der Aktionäre sowie regulatorische Genehmigungen.

Hinzu kommt eine finanzielle Hürde. Der Abschluss hängt von einer neuen Fremdfinanzierungsvereinbarung ab. Das Management verweist explizit darauf, dass ein Zustandekommen des Deals keineswegs garantiert ist.

Im Hintergrund formiert sich der Konzern derweil neu. Vier bisherige Tochtergesellschaften verschmelzen zu einer operativen Einheit. Jacob Friedman lenkt als Chief Operating Officer künftig das operative Geschäft, während Sandra Kovacheva die Verwaltung übernimmt.

Die kommenden Wochen erzwingen Entscheidungen. Bis Ende Mai muss die Resulticks-Übernahme die finalen Hürden nehmen. Währenddessen muss die Aktie den Nasdaq-Test von zehn Handelstagen über der geforderten Mindestmarke bestehen. Weitere Details zur strategischen Neuausrichtung folgen spätestens mit den Quartalszahlen im Juli.

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