Diginex: Short-Positionen auf 747.489 Aktien verdoppelt
Leerverkäufer gegen Diginex steigen um 120 Prozent. Offene Übernahme und Nasdaq-Frist belasten den Titel zusätzlich.

- Short-Interesse binnen zwei Wochen verdoppelt
- Milliarden-Übernahme von Resulticks geplant
- Nasdaq droht mit Delisting-Verfahren
- Wöchentliche Volatilität von 22 Prozent
Leerverkäufer haben ihre Wetten gegen Diginex binnen zwei Wochen mehr als verdoppelt. Zum 15. Mai lagen die Short-Positionen bei 747.489 Aktien — ein Anstieg von 120 Prozent gegenüber Ende April. Das ist kein Zufall, sondern spiegelt eine Reihe offener Risiken wider, die das Unternehmen gleichzeitig belasten.
Institutionelle Käufer trotz skeptischer Signale
Auf der anderen Seite des Handels standen im Vorquartal mehrere institutionelle Investoren mit neuen Positionen. Millennium Management und Jane Street Group stiegen mit Neuengagements von rund 345.000 beziehungsweise 253.000 US-Dollar ein. Goldman Sachs und Engineers Gate Manager folgten mit kleineren Positionen.
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UBS Group baute seinen Bestand im dritten Quartal sogar um rund 563 Prozent auf 46.141 Aktien aus. Das klingt beeindruckend — gemessen am Gesamtbild bleibt der Wert mit 664.000 US-Dollar aber überschaubar.
Milliarden-Übernahme mit offenem Ausgang
Das größte Thema im Hintergrund ist die geplante Übernahme von Resulticks Global Companies. Diginex hatte im April einen Aktienkaufvertrag über 1,5 Milliarden US-Dollar bekanntgegeben — eine reine Aktientransaktion. Der Referenzpreis wurde nach einer Aktienkonsolidierung von 1,32 auf 10,56 US-Dollar je Aktie angepasst, während der Schlusskurs am 30. April bei 1,82 US-Dollar lag. Die Transaktion ist weiterhin an Abschlussbedingungen geknüpft.
Parallel läuft eine Nasdaq-Compliance-Uhr. Im März hatte die Börse Diginex darüber informiert, dass der Kurs über 30 aufeinanderfolgende Handelstage unter einem Dollar geschlossen hatte — ein Verstoß gegen die Mindestanforderungen. Bis zum 21. September 2026 muss das Unternehmen die Compliance wiederherstellen, andernfalls droht ein weiteres Verfahren.
Volatilität auf Extremniveau
Die Kursbewegungen von DGNX sind extrem. Mit einer wöchentlichen Volatilität von 22 Prozent liegt die Aktie höher als 75 Prozent aller US-Titel. Das 52-Wochen-Hoch von 318,84 US-Dollar steht einem Tief von 0,89 US-Dollar gegenüber — eine Spanne, die den spekulativen Charakter des Papiers unterstreicht.
Aktuell sind 3,0 Prozent der ausstehenden Aktien leerverkauft. Bei einem durchschnittlichen Tagesvolumen von rund 816.000 Aktien reicht die Short-Interest-Ratio von 0,9 Tagen zwar nicht für einen klassischen Short-Squeeze-Setup — die Kombination aus offenem Deal, Nasdaq-Frist und verdoppeltem Short-Interesse macht DGNX bis zum Herbst zu einem der unruhigsten Titel im Kleinwert-Segment.
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