DocMorris Aktie: 80-Prozent-Wette
DocMorris verzeichnet starkes Wachstum bei verschreibungspflichtigen Medikamenten und nähert sich der operativen Gewinnschwelle. Analysten halten ein Kursziel von 12 CHF für realistisch.

- Jefferies sieht Aufwärtspotenzial von über 80 Prozent
- Starkes Umsatzwachstum im deutschen Rezeptgeschäft
- Operativer Verlust im ersten Quartal deutlich reduziert
- Tochter TeleClinic wird auf 200 Millionen CHF taxiert
Während im Verwaltungsrat ein Machtkampf tobt, liefert das operative Geschäft die Argumente für die Börse. Die DocMorris-Aktie kletterte innerhalb einer Woche um fast 20 Prozent nach oben. Analysten sehen darin erst den Anfang einer weitaus größeren Bewegung.
Jefferies setzt auf Verdopplung
Das Analysehaus Jefferies sorgt für Aufsehen. Die Experten halten an ihrem Kursziel von 12,00 CHF fest. Beim aktuellen Kurs von 6,61 CHF entspricht das einem Aufwärtspotenzial von über 80 Prozent. Die Begründung: DocMorris gewinnt im Markt für verschreibungspflichtige Medikamente massiv an Boden.
Die monatlichen Wachstumsraten bei diesen Präparaten ziehen spürbar an. Das Unternehmen könnte dadurch spätestens im vierten Quartal 2026 die operative Gewinnschwelle erreichen. Der Markt scheint dieses Szenario nun verstärkt einzupreisen.
Die Wende beim Betriebsergebnis
Die Zahlen für das erste Quartal 2026 untermauern diesen Optimismus. Der Außenumsatz stieg währungsbereinigt um 10,7 Prozent auf 318,1 Millionen CHF. Vor allem das deutsche Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten trieb die Entwicklung. In diesem Segment verzeichnete der Konzern ein Plus von gut 30 Prozent.
Parallel dazu verbessert sich die Profitabilität. Das bereinigte EBITDA lag im ersten Quartal bei minus 6,3 Millionen CHF. Damit verringerte DocMorris den Verlust im Vergleich zum Vorjahr deutlich. Finanzchef Daniel Wüest plant den operativen Break-even weiterhin für das laufende Jahr ein.
Stille Reserven im Fokus
Abseits der Versandapotheke rückt die Tochter TeleClinic in den Mittelpunkt. Experten der Zürcher Kantonalbank und der Deutschen Bank taxieren den Wert der Plattform auf rund 200 Millionen CHF. Ein Teilverkauf der Tochtergesellschaft könnte frisches Kapital in die Kassen spülen und die finanzielle Unabhängigkeit sichern.
Die aktive Kundenbasis wuchs derweil auf 12,6 Millionen Nutzer an. Das automatisierte Logistikzentrum in Heerlen hilft dabei, die Kosten pro Paket weiter zu senken. Die Transformation zur integrierten Gesundheitsplattform gewinnt sichtlich an Kontur.
Das Management visiert für 2027 erstmals einen positiven freien Cashflow an. Die Dynamik bei den elektronischen Rezepten bleibt in den kommenden Monaten der wichtigste Faktor für die Bewertung. Setzt sich der Trend im deutschen Markt fort, untermauert dies das ambitionierte Kursziel der Analysten.
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