DocMorris Aktie: Rezeptgeschäft zündet
Das Rezeptgeschäft von DocMorris wächst rasant und beschleunigt den Gesamtumsatz. Der Online-Apotheker peilt für 2026 die Gewinnschwelle an.

- Rezeptumsatz steigt um 46 Prozent
- Gesamtumsatz klettert auf 295 Millionen
- Kundenbasis wächst auf 12,9 Millionen
- EBITDA-Breakeven für 2026 angepeilt
Wenn ein Geschäftsbereich binnen drei Monaten um fast 46 Prozent wächst, wird aus einer Randnotiz schnell die Hauptgeschichte. Genau das passiert gerade bei DocMorris: Das Rezeptgeschäft in Deutschland zieht so kräftig an, dass der Schweizer Online-Apotheker seinen Wachstumskurs im zweiten Quartal 2026 noch einmal beschleunigt hat.
Der Außenumsatz kletterte um 15,2 Prozent auf 309,7 Millionen Franken, der Umsatz stieg um 16,1 Prozent auf 295,4 Millionen Franken. Zum Vergleich: Im ersten Quartal lag das Rx-Wachstum noch bei 38,3 Prozent für das Halbjahr — nun sind es 45,8 Prozent allein im zweiten Quartal, ein Plus von 17,2 Prozent gegenüber dem bereits starken Vorquartal.
Rx-Geschäft als Wachstumsmotor
Die Beschleunigung im Rezeptgeschäft ist kein Zufall, sondern zeigt, dass sich die deutsche E-Rezept-Infrastruktur zunehmend im Alltag der Kunden verankert. Im Non-Rx-Bereich, der klassisches OTC-Geschäft und Digital Services umfasst, wuchs der Umsatz moderater um 6,7 Prozent. Innerhalb dieses Segments sticht allerdings ein Bereich heraus: Digital Services — bestehend aus TeleClinic, Retail Media und dem Marktplatz — legte um 80 Prozent auf 13,9 Millionen Franken zu.
Die aktive Kundenbasis wuchs im Jahresvergleich um 1,1 Millionen auf 12,9 Millionen, davon 11,4 Millionen in der Online-Apotheke und 1,5 Millionen bei TeleClinic. Besonders bemerkenswert: Der Zuwachs kam überproportional aus dem Rx-Neukundengeschäft — genau jenem Segment, das strategisch am wichtigsten ist.
Blick auf den Breakeven
Das Management sieht sich durch die Zahlen bestätigt, den EBITDA-Breakeven im Laufe des Jahres 2026 zu erreichen. Das bereinigte EBITDA soll sich im zweiten Quartal gegenüber dem ersten Quartal, das noch mit minus 6,3 Millionen Franken belastet war, weiter verbessert haben. Genaue Zahlen dazu nennt das Unternehmen erst am 19. August, wenn die Halbjahresergebnisse anstehen.
An diesem Termin will DocMorris auch die Jahresprognose 2026 aktualisieren — unter Einbeziehung der starken ersten Halbjahreszahlen und der Ende Juni angekündigten „AI-First“-Strategie, die jährliche Kosteneinsparungen von mindestens 15 Millionen Franken zum Ziel hat. Bis dahin bleibt das zweite Quartal der bislang stärkste Beleg dafür, dass sich das Rezeptgeschäft als tragende Säule des Konzerns etabliert.
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