Douglas Aktie: Verlust weit größer als erwartet
Douglas verzeichnet einen weit höheren Nettoverlust als prognostiziert und senkt erneut die Jahresprognose. Abschreibungen belasten das Ergebnis.

- Nettoverlust übertrifft Erwartungen massiv
- Wertberichtigungen auf Frankreich und Töchter
- Umsatz leicht gestiegen, Marge gesunken
- Jahresprognose erneut nach unten korrigiert
Die Parfümeriekette hat Anleger heute mit einem deutlich schlechteren Quartalsergebnis als erwartet überrascht — und die Aktie reagierte prompt. Im SDAX gehörte das Papier heute zu den schwächsten Titeln, zeitweise mit einem Minus von rund fünf Prozent.
Abschreibungen reißen tiefes Loch
Der Nettoverlust im zweiten Quartal (Januar bis März) dürfte sich auf einen hohen zweistelligen bis niedrigen dreistelligen Millionenbetrag belaufen. Analysten hatten zuvor lediglich ein Minus von rund neun Millionen Euro eingepreist — der tatsächliche Fehlbetrag liegt also ein Vielfaches darüber.
Ausgelöst wurde der Verlust vor allem durch Wertberichtigungen auf das Frankreich-Geschäft, den Onlineshop Parfumdreams sowie die Luxus-Tochter Niche Beauty, die zusammen einen mittleren bis hohen zweistelligen Millionenbetrag ausmachen. Hinzu kommen weitere Abschreibungen im niedrigen zweistelligen Millionenbereich. Beim Umsatz fiel das Bild gemischter aus: Der Erlös legte um 1,1 Prozent auf 949,7 Millionen Euro zu. Das bereinigte Ebitda sank hingegen um 5,1 Prozent auf 116,1 Millionen Euro — die entsprechende Marge schrumpfte von 13,0 auf 12,2 Prozent.
Prognose erneut nach unten angepasst
Für das laufende Geschäftsjahr 2025/26 erwartet das Management den Umsatz nun am unteren Ende der bisherigen Spanne von 4,65 bis 4,8 Milliarden Euro. Die bereinigte Ebitda-Marge wird auf rund 16,0 Prozent taxiert — nach zuvor angepeilten 16,5 Prozent.
Als Hintergrund nennt das Unternehmen ein verändertes Konsumklima: Europäische Verbraucher treten sparsamer auf, legen mehr Gewicht auf Preise und Aktionen. Die Wachstumsdynamik in den etablierten Märkten habe sich spürbar abgeschwächt. CEO Sander van der Laan spricht von einem Markt, der sich „fundamental verändert“ habe und nun auf einem neuen Niveau stabilisiere.
Als Reaktion will Douglas seine Strategie schärfen und verschiedene Initiativen beschleunigen — mit Fokus auf das Omnichannel-Modell und striktere Kostendisziplin. Analysten von Jefferies und der Deutschen Bank senkten daraufhin ihre Schätzungen, verwiesen auf die hohen Wertminderungen und die gedämpften Umsatzaussichten.
Seit Jahresbeginn hat die Aktie bereits mehr als ein Fünftel ihres Wertes verloren. Die vollständigen Quartalszahlen sollen am 12. Mai folgen — dann dürfte sich zeigen, wie tief der Einschnitt wirklich reicht.
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