Dow Jones: 1,35 Prozent Minus nach Jobüberraschung
Der Dow Jones fällt nach überraschend starken US-Arbeitsmarktdaten. Anleger fürchten längere hohe Zinsen der Fed.

- US-Arbeitsmarkt übertrifft Erwartungen deutlich
- Dow Jones fällt um 1,35 Prozent
- Tech-Werte wie IBM und Cisco verlieren
- Fokus auf kommende Inflationsdaten
Der Dow Jones hat seine Rekordjagd abrupt beendet. Ein überraschend starker US-Arbeitsmarktbericht drehte die Stimmung am Freitag ins Negative. Anleger fürchten nun, dass die US-Notenbank die Zinsen länger auf hohem Niveau belassen wird.
Die US-Wirtschaft schuf im Mai 172.000 neue Stellen. Das ist fast doppelt so viel wie erwartet. Indes zeigen Aufwärtsrevisionen für die vorangegangenen Monate einen noch engeren Arbeitsmarkt als bisher angenommen.
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Die Reaktion am Anleihenmarkt folgte prompt. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen kletterte auf 4,54 Prozent. Der Volatilitätsindex VIX schoss parallel dazu um fast 40 Prozent auf 21,51 Punkte.
Die Logik der Märkte kehrte sich damit um. Gute Nachrichten vom Arbeitsmarkt gelten derzeit als schlechte Nachrichten für Aktien. Sie verringern den Spielraum für baldige Zinssenkungen durch die Fed.
Der Dow Jones schloss bei 50.866,78 Punkten — ein Minus von 1,35 Prozent. Damit rutschte der Index deutlich unter sein erst kürzlich erreichtes Rekordhoch bei 51.668,78 Zählern.
Trotz des Rückschlags bleibt die langfristige Bilanz positiv. Seit Jahresanfang verzeichnet das Börsenbarometer ein Kursplus von 4,9 Prozent.
Tech-Werte unter Verkaufsdruck
Besonders Technologieaktien gerieten unter Druck. IBM verlor 5,54 Prozent an Wert, während Cisco um 6,35 Prozent nachgab. Auch Nvidia rutschte nach enttäuschenden Chip-Ausblicken der Branche um 6,2 Prozent ab.
Anleger flüchteten stattdessen in defensive Sektoren wie Gesundheitswesen und Versorger. Technisch kämpft der Index nun darum, die Unterstützung im Bereich von 50.800 Punkten zu halten.
Fokus auf Inflationsdaten
Klarheit über den weiteren Zinskurs erhoffen sich Marktteilnehmer von den anstehenden Inflationsdaten. In dieser Woche stehen die Verbraucher- und Erzeugerpreise für Mai auf der Agenda.
Diese Daten dürften die nächste Entscheidung der Fed maßgeblich beeinflussen. Zusätzlich belasten geopolitische Spannungen im Nahen Osten die kurzfristigen Aussichten am Aktienmarkt.
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