Dow Jones: Starke Wende zum Jahresstart

Der Dow Jones beendet seine Verlustserie durch eine klare Sektorrotation von Technologie zu klassischen Industrie- und Finanzwerten, angetrieben von steigenden Anleiherenditen.

Die Kernpunkte:
  • Starker Anstieg der zehnjährigen US-Anleiherendite
  • Boeing und Caterpillar führen den Index an
  • Tech-Werte wie Microsoft unter Gewinnmitnahmen
  • Index überwindet wichtige technische Widerstandszone

Der Start in das Börsenjahr 2026 bringt eine klare Botschaft: Die „Old Economy“ ist zurück. Während der technologielastige Nasdaq unter Gewinnmitnahmen bei den großen Tech-Werten leidet, setzen Investoren massiv auf Industriewerte und Banken. Diese ausgeprägte Sektor-Rotation beendete die jüngste Verlustserie des Dow Jones und wirft die Frage auf: Ist das der neue Trend für das kommende Jahr?

Zinsen treiben die Rotation

Treibende Kraft hinter der Divergenz war der Anstieg der zehnjährigen US-Anleiherendite auf 4,19 Prozent. Diese Bewegung belastete zinsreaktive Tech-Giganten wie Microsoft, gab jedoch den Finanzwerten Rückenwind, da höhere Zinsen deren Margen verbessern können. Marktteilnehmer nutzten den Jahresauftakt als Katalysator, um Portfolios neu auszubalancieren und Gewinne aus dem Technologiesektor in zyklische Substanzwerte umzuschichten. Goldman Sachs profitierte von diesem Umfeld und legte um 4,0 Prozent zu.

Industrie schlägt Technologie

Besonders gefragt waren die Schwergewichte der klassischen Industrie. Boeing führte den Index mit einem Plus von rund 4,9 Prozent an, da Anleger darauf setzen, dass der Flugzeugbauer seine Probleme im Jahr 2026 hinter sich lässt. Auch Caterpillar (+4,5 Prozent) profitierte von der Hoffnung auf globale Infrastrukturausgaben und Investitionen in Energienetze für KI-Anwendungen.

Im Tech-Bereich zeigte sich ein gespaltenes Bild: Während Microsoft den Index mit einem Minus von 2,2 Prozent ausbremste, stach Intel positiv hervor. Ein Kurssprung von 6,7 Prozent folgte auf optimistische Analystenkommentare zur massiven Speichernachfrage beim Branchenkollegen Micron, was auch Intel beflügelte.

Technische Signale und Insider-Aktivitäten

Mit dem Schlusskurs von 48.382,39 Punkten (+0,66 Prozent) konnte der Index eine wichtige technische Hürde zurückerobern. Analysten werten das Überwinden der Marke von 48.300 Punkten als positives Signal, das den Weg zum Allzeithoch bei rund 48.600 Punkten ebnen könnte. Untermauert wird die Zuversicht durch signifikante Insider-Transaktionen: Bei Nike sorgte ein bestätigter Aktienkauf durch Director Tim Cook im Volumen von drei Millionen US-Dollar für Aufmerksamkeit und signalisiert Vertrauen in einen Turnaround.

Händler blicken nun auf den Montag, um zu sehen, ob die Industriestärke auch ohne die breite Unterstützung der Tech-Werte Bestand hat. Sollten die Anleiherenditen weiter Richtung 4,25 Prozent klettern, dürfte sich die Rotation von Wachstum zu Substanz beschleunigen. Entscheidend für die Bullen wird dabei das nachhaltige Überwinden des Widerstands bei 48.500 Punkten sein.

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