Drägerwerk: Rekordhoch ist Vergangenheit

So hatte sich der Markt das sicher nicht vorgestellt. Erst in den letzten Tagen verzeichnete die Aktie von Drägerwerk ein Rekordhoch bei 123,70 Euro.

 

150430 Draegerwerk
© Pixabay

Prompt begann der Sinkflug. Im gestrigen Tagesverlauf sackte die Aktie um mehr als 12% auf 105,05 Euro ab. Der Grund hierfür ist relativ einfach. Die Zahlen zum 1. Quartal 2015 wurden veröffentlicht und Jubel war damit nicht angesagt.

 

Drägerwerk in den roten Zahlen

Konnte Drägerwerk im Vergleichsquartal des Vorjahres noch einen Gewinn von 8,5 Mio. Euro ausweisen, so stand für das 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahres ein Verlust von 3,1 Mio. Euro auf dem Papier. Als Gründe hierfür wurden höhere Kosten u. a. für Forschung, Verwaltung und Marketing angegeben.

Ebenso wirkten sich Rückstellungen für die auf dem Plan stehende Schließung des Standortes Pittsburgh in den USA negativ auf das Ergebnis aus. Das EBIT sank von 19 Mio. Euro vor Jahresfrist auf 1,1 Mo. Euro. Beim Umsatz ging es währungsbereinigt um 0,3% auf 545,5 Mio. Euro abwärts. Die Bestellungen erhöhten sich um 6,1% auf 615,3 Mio. Euro. Die Marge erreichte nur 0,2% nach 3,7% im Vorjahr.

 

Drägerwerk: Die Hoffnung stirbt zuletzt

Die Konzernführung zeigte sich auch enttäuscht, nachdem man im letzten Quartal weitaus besser abgeschnitten hatte. Hoffnung macht jedoch bei Drägerwerk die Runde, dass das 2. Quartal besser laufen soll. Der Auftragseingang entwickelte sich mit einem Plus von 13% im 1. Quartal durchaus positiv.

Insofern bestätigte Drägerwerk auch die gesteckten Ziele für dieses Jahr. Danach soll der währungsbereinigte Umsatz zwischen 2 bis 5% zulegen. Die EBIT-Marge soll zwischen 6 bis 8% erreichen.

 

Drägerwerk Aktie im Sinkflug

Der Markt strafte die Papiere von Drägerwerk wie oben bereits angeführt umgehend ab. Analysten hatten jedoch ein schwaches Ergebnis für das 1. Quartal erwartet. Erfahrungsgemäß verläuft das 1. Quartal für das Unternehmen generell etwas schwächer.

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Ein Blick auf den Chart zeigt, welche Steigerung die Aktie im Verlauf der letzten zwölf Monate hingelegt hat. Da kann man als Anleger auch ein schwaches Quartal verkraften, ohne gleich Panik zu bekommen. Insofern sollte man bei Drägerwerk investiert bleiben.

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