Drillisch: Festgenagelt in der Talsohle

Der Absturz im Juni steckt der Aktie von 1&1 Drillisch immer noch tief in den Knochen.

Nachdem es in nur wenigen Handelstagen von damals rund 65 Euro auf zeitweise unter 48 Euro abwärts ging, hat die Aktie zwar erfolgreich eine Art Bodenbildung umsetzen können. Doch die auslösenden Kritikpunkte bleiben bestehen.

Commerzbank sorgte für Turbulenzen

Auslöser des Sell-off war damals eine Rückstufung durch die Commerzbank auf Halten. Hier hatte die zuständige Analystin erklärt, dass sie für Drillisch einen deutlich härteren Wettbewerb erwartet, in dessen Zuge die bisher avisierten Zuwachsraten bei Neukunden nicht erreicht werden könnten.

Mehrheit der Analysten für Drillisch noch optimistisch

An dieser Einschätzung hat sich bislang nichts geändert, auch wenn die Mehrheit der Analysten weiterhin im Konsens zum Aufstocken der Aktie raten. Doch eine Rebound-Chance sieht aus charttechnischer Sicht normalerweise anders aus. Zumal auch die technischen Indikatoren nicht unbedingt auf höhere Kurse drängen.

Zahlen im Blick

Natürlich hat es das Unternehmen in der Hand, bei seinem kommenden Halbjahresbericht das Ruder wieder herumzureißen. Dieser ist für den 13. August avisiert. Doch steht zu befürchten, dass sich kurzfristig die Aktie mindestens am Widerstand bei 54 Euro die Zähne ausbeißt. Die derzeit im Markt kursierenden Kursziele von durchschnittlich 67 Euro dürften hier entsprechend als eher langfristig angesehen werden.

%d Bloggern gefällt das: