DroneShield Aktie: 11,4% Leerverkaufsquote auf ASX-Top-10
Trotz eines 25-Millionen-Dollar-Auftrags vom US-Militär steigt die Leerverkaufsquote auf 11,4 Prozent. Die ASIC-Untersuchung belastet den Kurs.

- Leerverkaufsquote steigt auf 11,4 Prozent
- ASIC-Untersuchung belastet Aktienkurs
- Millionenauftrag vom US-Verteidigungsministerium
- Umsatzwachstum von 276 Prozent im Jahr 2025
Der australische Drohnenabwehrspezialist DroneShield kämpft an zwei Fronten. Einerseits gewinnt das Unternehmen Millionenaufträge, andererseits wächst der Druck durch Leerverkäufer — und eine Behördenuntersuchung hängt wie ein Schatten über der Aktie.
Leerverkaufsquote klettert auf 11,4 Prozent
DroneShield ist zurück auf der Liste der zehn meistgeshorteten Aktien an der australischen Börse ASX. Die Leerverkaufsquote liegt bei 11,4 Prozent — ein Niveau, das das Unternehmen klar unter die am stärksten wettgespielten Titel einreiht.
Der Auslöser ist keine operative Schwäche. Leerverkäufer setzen auf einen anderen Hebel: die laufende Untersuchung der australischen Wertpapieraufsicht ASIC. Die Behörde prüft Unternehmensmitteilungen und Aktiengeschäfte von Insidern aus dem Zeitraum November 2025. DroneShield hat angekündigt, vollständig zu kooperieren — ein abschließendes Ergebnis steht jedoch aus.
Kein Wunder, dass Anleger nervös reagieren.
Millionenauftrag verpufft an der Börse
Anfang Juni vermeldete DroneShield einen Vertrag mit dem US-Verteidigungsministerium im Wert von rund 25 Millionen US-Dollar. Der Auftraggeber ist die Joint Interagency Task Force 401 — ein Zeichen, dass das Unternehmen im NATO- und US-Verteidigungsumfeld weiter Fuß fasst.
An der Börse kam die Meldung kaum an. Die Aktie notiert bei 1,76 Euro, rund 19 Prozent unter dem Stand vor 30 Tagen. Der RSI liegt bei 35,3 — technisch gesehen im überverkauften Bereich. Der Kurs liegt außerdem deutlich unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 2,11 Euro.
Starkes Wachstum, aber der Markt schaut woanders hin
Operativ liefert DroneShield. Der Umsatz für das Geschäftsjahr 2025 stieg um 276 Prozent auf 216,5 Millionen australische Dollar. Per Ende März 2026 hatte das Unternehmen bereits 154,8 Millionen australische Dollar an gesichertem Umsatz für das laufende Jahr verbucht. Zum gleichen Zeitpunkt 2025 waren es 94,4 Millionen.
Das Wachstum ist real. Der Markt wartet trotzdem auf eines: die Entscheidung der ASIC. Erst wenn die Untersuchung abgeschlossen ist, dürfte der regulatorische Gegenwind nachlassen — und das Wachstumsprofil wieder in den Vordergrund rücken.
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