DroneShield Aktie: 1,66 Euro nach ASIC-Ermittlungen

Trotz operativer Erfolge und neuer Aufträge drücken ASIC-Ermittlungen den Aktienkurs von DroneShield deutlich.

Die Kernpunkte:
  • ASIC untersucht mögliche Pflichtverstöße
  • Wochenverlust von fast sieben Prozent
  • Erste europäische Produktion angelaufen
  • Fünfjahresvertrag mit US-Verteidigungsministerium

Starke Aufträge, schwache Kurse. Bei DroneShield klaffen Realität und Börsenstimmung weit auseinander. Das Unternehmen feiert auf der Rüstungsmesse Eurosatory operative Meilensteine. Die Aktie rutscht dennoch ab.

Regulierungs-Schatten drückt den Kurs

Der Grund für die Talfahrt liegt in Australien. Die dortige Aufsichtsbehörde ASIC ermittelt wegen möglicher Verstöße bei Pflichtmitteilungen. Auch Aktienverkäufe des Managements aus dem Vorjahr stehen im Fokus. Dieser regulatorische Schatten schreckt Investoren ab. Die Folge: Die Aktie beendete die Woche bei 1,66 Euro. Das entspricht einem Wochenverlust von fast sieben Prozent. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von rund 16 Prozent auf der Anzeigetafel.

Charttechnisch sieht das Bild düster aus. Der Kurs notiert deutlich unter der 50-Tage-Linie von 2,00 Euro. Auch der 200-Tage-Durchschnitt bei 2,07 Euro ist weit entfernt. Der Relative-Stärke-Index fällt auf 35 Punkte. Das Papier nähert sich damit dem überverkauften Bereich.

Produktion in Europa startet

Operativ liefert das Management ab. Auf der Messe in Paris zeigte DroneShield eine gemeinsame Demonstration mit der Parsons Corporation. Dabei integrierte das Team eigene Abwehrsysteme in die Kommando-Software des Partners. Parallel dazu rollen die ersten in Europa gefertigten Einheiten vom Band. Das Unternehmen nutzt dafür lokale Zulieferer. Damit sinken die Lieferzeiten für NATO- und EU-Staaten.

Die Kassen sind prall gefüllt. DroneShield verfügt über Barmittel von rund 223 Millionen Australischen Dollar. Erst Anfang Juni sicherte sich der Konzern einen Fünfjahresvertrag mit dem US-Verteidigungsministerium. Das Startvolumen liegt bei 19,3 Millionen US-Dollar. Solange die ASIC-Ermittlungen andauern, dürfte die operative Stärke am Aktienmarkt jedoch verpuffen.

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