DroneShield Aktie: 240 Millionen Umsatz gesichert

DroneShield erhöht wiederkehrende Erlöse deutlich und deckt bis zu 96 Prozent der Jahresprognose ab, bleibt aber defizitär.

Die Kernpunkte:
  • Wiederkehrende Erlöse steigen um 229 Prozent
  • 240 Millionen AUD Umsatz vertraglich gesichert
  • Operatives EBITDA bleibt mit 12,4 Millionen AUD negativ
  • RfRecon soll im zweiten Halbjahr beitragen

DroneShield hat mit seinen Halbjahreszahlen auch Details offengelegt, die im ersten Nachrichtenzyklus untergingen: Die wiederkehrenden Umsätze legten im ersten Halbjahr 2026 um 229 Prozent auf 11,5 Millionen australische Dollar zu – deutlich stärker als der Gesamtumsatz, der um 74 Prozent auf 125,8 Millionen australische Dollar kletterte.

Für Anleger ist das ein Signal, dass sich das Geschäftsmodell des australischen Drohnenabwehr-Spezialisten schrittweise von Einzelaufträgen hin zu planbareren Erlösströmen verschiebt.

Committed Revenue deckt fast die gesamte Jahresprognose

Ergänzend nannte das Unternehmen eine Kennziffer, die für die restjährige Visibilität entscheidend ist: Zum 21. August lag der bereits vertraglich gesicherte Umsatz für das Geschäftsjahr 2026 bei 240 Millionen australische Dollar. Das deckt zwischen 89 und 96 Prozent der eigenen Umsatzprognose von 250 bis 270 Millionen australische Dollar ab.

Noch vor rund zwei Wochen hatte eine Vorschau auf die Halbjahreszahlen einen niedrigeren Stand von 206 Millionen australische Dollar an gesichertem Umsatz genannt – die Lücke zur Jahresprognose hat sich damit binnen kurzer Zeit spürbar verkleinert.

Auf der Kostenseite bleibt das Bild gemischt. Dem Umsatzwachstum steht ein operatives EBITDA-Minus von 12,4 Millionen australische Dollar gegenüber, unter dem Strich weitete sich der Verlust nach Steuern auf 32,2 Millionen australische Dollar aus.

Der Sprung bei den wiederkehrenden Erlösen ändert daran wenig – ihr Anteil am Gesamtumsatz bleibt mit rund 9 Prozent noch klein, auch wenn die Wachstumsrate für künftige Perioden mehr Kalkulationssicherheit verspricht.

Neue Hardware soll im zweiten Halbjahr zu Umsatz beitragen

Bei der Telefonkonferenz zu den Zahlen am Donnerstag vergangener Woche äußerte sich das Management auch zum Zeitplan für die nächste Produktgeneration: Die RfRecon-Plattform soll im zweiten Halbjahr 2026 erstmals Umsatz generieren. Sollte das gelingen, würde es die bereits gesicherten 240 Millionen australische Dollar an Umsatz zusätzlich absichern und die Lücke zur oberen Guidance-Grenze weiter schließen helfen.

Kursreaktion bleibt verhalten

An der Börse hat die Kombination aus starkem Wachstum und anhaltenden Verlusten bislang keine Euphorie ausgelöst. Die Aktie schloss am Dienstag bei 1,08 Euro, nach der Vortagesbewegung von minus 1,4 Prozent.

Auf Jahressicht steht ein Rückgang von 40 Prozent zu Buche, der Kurs notiert damit rund 71 Prozent unter seinem im Oktober erreichten 52-Wochen-Hoch von 3,79 Euro. Gleichzeitig liegt das Papier gut 32 Prozent über seinem Tief vom November, was auf eine gewisse Stabilisierung auf niedrigerem Niveau hindeutet.

Für Anleger bleibt die zentrale Frage, ob der wachsende Anteil an gesicherten und wiederkehrenden Erlösen ausreicht, um das Vertrauen in die Profitabilitätsperspektive zurückzugewinnen.

Mit einer Deckung von bis zu 96 Prozent der Jahresprognose durch bereits committete Aufträge hat DroneShield zumindest die Umsatzseite für das laufende Geschäftsjahr weitgehend abgesichert. Ob daraus auch ein Weg aus den roten Zahlen wird, entscheidet sich erst mit den kommenden Quartalsergebnissen.

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