DroneShield Aktie: 25 Prozent stimmen gegen Vergütung

Mehr als 25 Prozent der Anteilseigner lehnen Vergütungsbericht ab. Pentagon erwägt Kapitalspritzen für US-Drohnenhersteller.

Die Kernpunkte:
  • Erster Strike gegen Vergütungspolitik
  • Pentagon plant Beteiligungen an Herstellern
  • Analysten bewerten Aktie mit Verkaufsvotum
  • Wachstumsmarkt für Drohnenabwehr bis 2030

Die Hauptversammlung von DroneShield am 29. Mai endete mit einem Warnschuss. Mehr als 25 Prozent der Aktionäre lehnten den Vergütungsbericht ab — ein sogenannter „First Strike“ nach australischem Recht. Passiert das ein zweites Mal, droht eine Abstimmung über die Neubesetzung des gesamten Vorstands.

Trotz der Kritik an der Bezahlung stimmten die Aktionäre anderen Vorschlägen zu. Die Wahl von Hamish McLennan in den Aufsichtsrat wurde bestätigt. Auch die Erhöhung der Direktorenvergütung und die Ausgabe von Performance-Optionen an CEO Angus Bean fanden eine Mehrheit.

Pentagon plant Kapitalspritze für US-Drohnenhersteller

Parallel zur Hauptversammlung wurde bekannt, dass das Pentagon über direkte Beteiligungen an heimischen Drohnenherstellern nachdenkt. Das Office of Strategic Capital prüft Eigenkapital- und Fremdfinanzierungen für US-Firmen wie Unusual Machines und Red Cat.

Der Hintergrund: Das Budget für autonome Kriegsführung steigt im Haushaltsjahr 2027 auf rund 50 Milliarden US-Dollar — nach 226 Millionen im Vorjahr. DroneShield ist zwar nicht direkt betroffen, profitiert aber vom selben Trend. Der Markt für Drohnenabwehr soll bis 2030 auf 20,3 Milliarden Dollar wachsen.

Analystenskepsis trotz Wachstumsmarkt

Die Aktie schloss am Freitag bei 2,03 Euro, ein Minus von 0,54 Prozent. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 2,37 Prozent zu Buche, über zwölf Monate sind es 174,56 Prozent. Vom Oktoberhoch bei 3,65 Euro trennen die Papiere allerdings 44 Prozent.

TipRanks stuft die Aktie mit „Sell“ ein und setzt das Kursziel bei 2,28 australischen Dollar an. Die Marktkapitalisierung liegt bei umgerechnet 2,92 Milliarden Euro. Das Unternehmen verfügt über eine solide Liquidität und positiven operativen Cashflow, die Auftragspipeline bleibt umfangreich.

Im Juni findet das „Gauntlet 2″-Event statt, bei dem 48 Drohnenanbieter gegeneinander antreten. Für DroneShield geht es darum, die Pipeline in unterschriebene Verträge zu verwandeln — während die Beschaffungszyklen weltweit an Tempo gewinnen.

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