DroneShield Aktie: 251 Millionen Dollar für 2026 bestätigt

DroneShield meldet die erste RfRecon-Bestellung und 251 Millionen US-Dollar zugesagten Umsatz für 2026, während die Aktie schwach bleibt.

Die Kernpunkte:
  • Erste Bestellung für KI-Gerät RfRecon
  • 251 Millionen US-Dollar für 2026 zugesagt
  • 46 Millionen US-Dollar ab 2027 gesichert
  • Aktie 42 Prozent unter Durchschnitt

DroneShield hat den ersten Auftrag für sein neues Produkt RfRecon erhalten. Ein bestehender militärischer Endkunde in Westeuropa soll das KI-gestützte Gerät noch bis Ende 2026 erhalten. Zusammen mit einer aktualisierten Umsatzprognose zeigt sich damit, dass der Auftragspipeline des australischen Drohnenabwehr-Spezialisten weiter wächst, obwohl die Aktie zuletzt deutlich unter Druck stand.

RfRecon als neuer Wachstumstreiber

Der Auftrag markiert einen wichtigen Meilenstein für DroneShield: RfRecon ist erst kürzlich auf den Markt gekommen, nun folgt die erste kommerzielle Bestellung. Dass ein bereits bestehender Kunde aus dem westeuropäischen Militärsektor das Gerät ordert, unterstreicht die Bedeutung von Folgegeschäft im Portfolio des Unternehmens. Für Anleger ist das ein Signal, dass die Produktpipeline über die etablierten Systeme hinaus trägt.

Parallel zur Auftragsmeldung bestätigte das Unternehmen, dass das für das Geschäftsjahr 2026 bereits fest zugesagte Umsatzvolumen auf 251 Millionen US-Dollar gestiegen ist. Damit bewegt sich DroneShield innerhalb der eigenen Prognosespanne von 250 bis 270 Millionen US-Dollar für das laufende Geschäftsjahr.

Für die Zeit ab 2027 liegen bereits feste Zusagen über 46 Millionen US-Dollar vor – ein früher Hinweis darauf, dass sich das Geschäft nicht allein auf das laufende Jahr konzentriert.

Personalwechsel als Randnotiz

Eingebettet in dieselbe Unternehmensmitteilung war der bereits bekannte Wechsel an der Finanzspitze: Rebecca Lowde übernimmt zum 2. November die Position der Chief Financial Officer. Zudem verlässt Carla Balanco nach mehr als acht Jahren ihren Posten als gemeinsame Company Secretary. Beide Personalien sind organisatorischer Natur und stehen in keinem direkten Zusammenhang mit dem operativen Fortschritt bei RfRecon oder der Umsatzentwicklung.

Wachstum trifft auf Kursschwäche

Das operative Bild bleibt damit positiv, während die Aktie zuletzt eine schwierige Phase durchläuft. Der Kurs notiert bei 1,04 Euro und damit rund 42 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 1,81 Euro – ein Zeichen dafür, wie stark sich die mittelfristige Erwartungshaltung der Anleger seit dem Hoch im Oktober eingetrübt hat.

Zugleich liegt der Kurs noch etwa 26 Prozent über dem erst im November markierten 52-Wochen-Tief von 0,8230 Euro, was auf eine gewisse Stabilisierung nach der jüngsten Ausverkaufsphase hindeutet.

Die operativen Zahlen aus dem ersten Halbjahr 2026 liefern den Hintergrund für diese Diskrepanz zwischen Geschäftsentwicklung und Kursverlauf: Der Umsatz war um 74 Prozent auf 125,8 Millionen US-Dollar gestiegen, wiederkehrende Erlöse hatten sich um 229 Prozent auf 11,5 Millionen US-Dollar erhöht.

Gleichzeitig stand dem ein operativer Verlust auf EBITDA-Basis von 12,4 Millionen US-Dollar und ein Nettoverlust von 32,2 Millionen US-Dollar gegenüber. Das Unternehmen verfügte zum Ende Juni über 180 Millionen US-Dollar an Kassenbestand und Termineinlagen und war schuldenfrei.

Dass DroneShield trotz wachsender Verluste weiter stark wächst, passt zu einem Marktumfeld, in dem die Nachfrage nach Drohnenabwehrtechnik zunimmt. Reuters berichtete Anfang September, dass Deutschland nach einem gescheiterten Drohnenangriff auf einen Flughafen ein umfassendes Maßnahmenpaket gegen Drohnenangriffe, Cyberangriffe und andere Sabotageakte plant.

Solche sicherheitspolitischen Entwicklungen liefern strukturellen Rückenwind für Anbieter wie DroneShield, auch wenn sie kein unmittelbares Geschäft mit dem Unternehmen begründen.

Für Anleger bleibt die Kernfrage, ob das operative Wachstum die anhaltenden Verluste und die hohe Marktvolatilität rechtfertigt. Der neue RfRecon-Auftrag und das steigende Auftragsvolumen für 2026 sprechen dafür, dass die Nachfrageseite intakt ist – die Profitabilität muss jedoch erst folgen.

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