DroneShield Aktie: 28,90 Prozent Erholung nach Prognoseschock

DroneShield verzeichnet deutliche Kurserholung nach Prognosesenkung. Trotz Margendruck und gemischter Analystenmeinungen treiben Auftragseingänge die Aktie.

Die Kernpunkte:
  • Kurserholung nach Prognosesenkung
  • Auftragsbestand erreicht 206 Mio. AUD
  • Bruttomarge sinkt auf 60 Prozent
  • Analysten uneins über Aktienbewertung

Nach einem heftigen Kurseinbruch hat sich die DroneShield-Aktie zuletzt deutlich erholt. Am Freitag schloss das Papier im deutschen Handel bei 1,37 Euro, ein Plus von 4,07 Prozent. Auf Wochensicht steht sogar ein Kursgewinn von 28,90 Prozent zu Buche. Ausgelöst hatte die Turbulenzen eine überraschend niedrige Jahresprognose des australischen Anti-Drohnen-Spezialisten Ende Juli.

Prognosesenkung schickt die Aktie auf Talfahrt

Am 28. Juli veröffentlichte DroneShield ein Handelsupdate für das Kalenderjahr 2026. Der Umsatz im ersten Halbjahr stieg demnach um 74 Prozent auf 125,8 Millionen australische Dollar. Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen mit 250 bis 270 Millionen australischen Dollar, ein Plus von 15 bis 25 Prozent gegenüber 2025. Der Marktkonsens hatte zuvor bei rund 323 Millionen australischen Dollar gelegen. Analysten mussten ihre Modelle daraufhin neu justieren, der Markt reagierte prompt.

An der australischen Heimatbörse brach die Aktie am Tag der Veröffentlichung um mehr als 13 Prozent ein. Über den gesamten Monat Juli verlor das Papier 29,7 Prozent und fiel von 2,42 auf 1,70 australische Dollar am 31. Juli, ein frisches 52-Wochen-Tief auf dem Heimatmarkt. Zum Vergleich: Der australische Leitindex S&P/ASX 200 legte im Juli um 2,3 Prozent zu. Damit lag die Aktie zu diesem Zeitpunkt 74,3 Prozent unter ihrem Rekordschlusskurs von 6,60 australischen Dollar vom 9. Oktober.

Kräftige Gegenbewegung auf hohem Volumen

Anfang August drehte der Wind. Am 3. August sprang die Aktie an der Heimatbörse um 11,85 Prozent auf 2,03 australische Dollar, begleitet von einem ungewöhnlich hohen Handelsvolumen von mehr als 9,6 Millionen Aktien. Am folgenden Montag legte das Papier um 7,1 Prozent auf 1,815 australische Dollar zu, im frühen Handel des nächsten Tages folgten weitere 7,2 Prozent auf 1,945 australische Dollar. Käufer richteten den Blick offenbar weniger auf die gekappte Guidance als auf das weiter wachsende Auftragsbuch und die bereits gesicherte Umsatzbasis.

Tatsächlich lieferte DroneShield am selben Tag der Prognosesenkung auch positive Nachrichten: Über die Tochtergesellschaft COBBS BELUX BV sicherte sich das Unternehmen Aufträge in Höhe von 23,2 Millionen australischen Dollar von einem europäischen Militärkunden. Das für 2026 bereits fest zugesagte Umsatzvolumen erreichte damit 206 Millionen australische Dollar und liegt damit nahe am gesamten Vorjahresumsatz.

Margendruck trifft auf neue Technologie

Weniger erfreulich fiel die Entwicklung der Bruttomarge aus. Im ersten Halbjahr 2026 lag sie bei geschätzt 60 Prozent, nach 65 Prozent im Vorjahreszeitraum. Das Management führte den Rückgang auf einen ungünstigeren Produktmix, Währungseffekte sowie eine Wertminderung bei Rohmaterial im Zusammenhang mit dem Umzug einer Produktionsstätte und der Einführung eines neuen ERP-Systems zurück.

Gleichzeitig stellte DroneShield mit RfAI-3 die nächste Generation seiner Funkfrequenz-Erkennungstechnologie vor. CEO Angus Bean bezeichnete die Entwicklung als „den Start der nächsten Produktgeneration von DroneShield“. Erste Hardware mit der neuen Technologie soll im zweiten Halbjahr 2026 folgen, weitere Produktveröffentlichungen sind bis 2027 geplant.

Analysten uneins, Leerverkäufer bleiben aktiv

Die Reaktionen der Analysehäuser fielen gegensätzlich aus. Bell Potter bestätigte in einer ersten Einschätzung nach der Prognosesenkung ihre Kaufempfehlung, senkte das Kursziel aber auf 2,50 australische Dollar. Jefferies ging den umgekehrten Weg und stufte die Aktie auf „Underperform“ herab, das Kursziel sank von 2,80 auf 2,05 australische Dollar. Die Umsatzschätzungen für die Jahre 2026 bis 2028 kürzte Jefferies um rund neun Prozent, die Gewinnschätzungen um etwa fünf Prozent.

Parallel dazu bleibt DroneShield eine der am stärksten leerverkauften Aktien am australischen Markt: Der Anteil der Shortpositionen am Streubesitz stieg laut Daten der australischen Wertpapieraufsicht ASIC binnen einer Woche von rund 11,9 auf 12,8 Prozent. Zudem läuft weiterhin eine ASIC-Untersuchung zu Unternehmensmitteilungen und Handelsaktivitäten vom November 2025, DroneShield hat volle Kooperation zugesagt, ein Ergebnis steht bislang aus.

Operativ treibt das Unternehmen sein internationales Geschäft weiter voran: Zum 1. Juli verstärkte Rear Admiral Lee Goddard CSC als unabhängiges Non-Executive-Board-Mitglied das Unternehmen, unterstützt durch Vereinbarungen mit Defenture, Terma und Overland AI sowie den Ausbau der Luftraumsicherung im Raum Kansas City vor der Fußball-Weltmeisterschaft 2026, finanziert über ein Förderprogramm des US-Heimatschutzministeriums und der FEMA. Anleger richten den Blick nun auf den 26. August, wenn DroneShield die Halbjahreszahlen 2026 samt Investorenkonferenz vorlegt und die Margenentwicklung konkretisieren dürfte.

Anzeige

DroneShield-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue DroneShield-Analyse vom 9. August liefert die Antwort:

Die neusten DroneShield-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für DroneShield-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 9. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

DroneShield: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu DroneShield