DroneShield Aktie: 30-Prozent-SaaS-Ziel bis 2030

DroneShield kündigt strategischen Wandel zum Software-Anbieter an. Ein Update verbessert Ortung und Sicherheit, doch der Aktienkurs bleibt unter Druck.

Die Kernpunkte:
  • Aktie steigt nach Update-Ankündigung
  • Fokus auf wiederkehrende Software-Erlöse
  • Verbesserte Zielverfolgung und Sicherheit
  • Kursverlust seit Jahresbeginn bleibt hoch

Ein Software-Update lässt die DroneShield-Aktie am Montag um 2,01 Prozent auf 1,52 Euro steigen. Dahinter steckt mehr als ein technisches Detail: Der Anti-Drohnen-Spezialist will sein Geschäftsmodell grundlegend umbauen.

Der Umbau zum Software-Anbieter

DroneShield hat am Montag das Quartals-Update für seine Plattform DroneSentry-C2 veröffentlicht. Das Ziel dahinter ist ambitioniert: Bis 2030 soll der Anteil wiederkehrender Software-Umsätze auf 30 Prozent des Gesamtumsatzes steigen.

Aktuell ist davon noch wenig zu sehen. Im ersten Quartal 2026 lag der SaaS-Umsatz bei 5,1 Millionen australischen Dollar. Das entsprach gerade einmal 7 Prozent des Gesamtumsatzes.

Die Strategie dahinter: Wer Hardware kauft, soll auch die Software dazu abonnieren. Regelmäßige Updates mit spürbaren Leistungssprüngen sollen die wachsende Zahl an installierten Systemen in stabile, planbare Erlöse verwandeln.

Bessere Ortung, mehr Sicherheit

Das Update bringt handfeste technische Fortschritte. Die Zielverfolgung verbessert sich laut Unternehmensangaben um 58 Prozent gegenüber dem Vorquartal, die Richtungsgenauigkeit steigt um 15 Prozent.

Eine zentrale Neuerung betrifft die Sicherheit: Militär- und Regierungskunden können ihre Systeme künftig auch in komplett abgeschotteten Netzwerken aktualisieren, ganz ohne Internetverbindung. Für Verteidigungsumgebungen mit hohen Sicherheitsanforderungen ist das ein wichtiger Baustein. Zusätzlich erweitert DroneShield die Sprachunterstützung um Niederländisch, Deutsch, Ukrainisch und Japanisch — ein klares Signal für die internationale Expansion.

DroneShield als Systemintegrator

Das Unternehmen positioniert sich zunehmend als zentraler Knotenpunkt in der Drohnenabwehr-Branche. Das neue Update verbessert die Zusammenarbeit mit mehreren externen Systemen:

  • Robin Radar IRIS: bessere Datenfusion bei der radarbasierten Erkennung
  • Evica PinPoint: Integration von Suchscheinwerfern und optischer Verfolgung
  • TSG C2: Kompatibilität mit weiteren Command-and-Control-Systemen

CTO Angus Harris erklärt, die Updates reagierten gezielt auf schnellere und schwerer erfassbare Drohnenbedrohungen. Frontoperateure sollen dadurch mehr Sicherheit bei der Erkennung gewinnen.

Kurs bleibt unter Druck

Trotz des positiven Tagesgeschäfts zeigt der Kursverlauf ein gemischtes Bild. Auf Wochensicht steht ein Plus von 2,91 Prozent zu Buche, auf Monatssicht dagegen ein Minus von 14,68 Prozent. Seit Jahresbeginn verliert die Aktie sogar 23,31 Prozent.

Vom 52-Wochen-Hoch bei 3,65 Euro, erreicht im Oktober 2025, trennen die Aktie inzwischen 58,3 Prozent. Der Kurs notiert damit klar unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 1,84 Euro und dem 200-Tage-Durchschnitt von 2,02 Euro. Der RSI von 42,1 deutet darauf hin, dass sich die Aktie gerade aus einer Konsolidierungsphase löst.

Die Volatilität bleibt mit 71,18 Prozent auf 30-Tage-Basis hoch — typisch für die Verteidigungstechnologie-Branche, in der Auftragslage und Nachrichtenzyklen die Kurse stark bewegen können. Ob das Update ausreicht, um den Abwärtstrend der vergangenen Wochen nachhaltig zu drehen, hängt vor allem davon ab, wie schnell sich der SaaS-Anteil am Umsatz tatsächlich erhöht.

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