DroneShield Aktie: 48 Drohnen abgefangen

DroneShield meldet 184 erkannte Drohnen beim Weltcup und 240 Millionen australische Dollar Auftragsbestand, während die Aktie weiter nachgibt.

Die Kernpunkte:
  • 184 Drohnen bei sechs Spielen registriert
  • 48 nicht autorisierte Fluggeräte abgefangen
  • Auftragsbestand erreicht 240 Millionen Austral-Dollar
  • ASIC-Untersuchung lässt mögliche Folgen offen

DroneShield hat seine Technologie beim FIFA World Cup 2026 in Kansas City unter Beweis gestellt. An sieben Einsatzorten registrierten die Systeme des australischen Unternehmens während sechs Spielen mit insgesamt 800.000 Zuschauern 184 Drohnen, 82 davon in unmittelbarer Stadionnähe. 48 nicht autorisierte Fluggeräte wurden abgefangen.

Der Einsatz liefert einen konkreten Beleg dafür, dass die Systeme unter realen Großveranstaltungsbedingungen funktionieren – ein Argument, das Anleger angesichts der zuletzt schwachen Kursentwicklung dringend brauchen.

Denn operativ läuft es bei DroneShield deutlich runder als es der Aktienkurs vermuten lässt. Das Unternehmen hat im Juli die RfAI-3-Plattform vorgestellt, im August folgte mit RfRecon ein neues Hardware-Flaggschiff der nächsten Generation. Nach Unternehmensangaben besteht bereits starkes Interesse von Tier-1-Endkunden. Die skalierte Produktion soll in der zweiten Jahreshälfte anlaufen, erste Auslieferungen werden noch vor Jahresende erwartet.

Committed Revenue nähert sich Jahresziel

Der Auftragsbestand untermauert die Wachstumsstory. Das committed revenue kletterte von 93 Millionen australischen Dollar zu Jahresbeginn auf 240 Millionen australische Dollar bis zum 21. August – das entspricht bereits 89 bis 96 Prozent der für das Geschäftsjahr 2026 avisierten Umsatzspanne von 250 bis 270 Millionen australischen Dollar. DroneShield rechnet damit für das laufende Jahr mit einem Wachstum von 15 bis 25 Prozent gegenüber 2025.

Parallel dazu expandiert das Unternehmen seine Infrastruktur: Der Umzug in eine neue, 3.000 Quadratmeter große Produktionsstätte ist abgeschlossen, zusätzlich wurden neue Systeme für Ressourcenplanung und Vertrieb eingeführt.

Diese Investitionen erklären auch, warum die Profitabilität trotz starken Umsatzwachstums noch belastet bleibt – im ersten Halbjahr stand vor über einem Monat ein operativer Verlust von 12,4 Millionen australischen Dollar zu Buche.

Aktie bleibt unter Druck

An der Börse hat all das bislang wenig Zugkraft entfaltet. Der Kurs schloss am Freitag bei 1,04 Euro und notiert damit rund 72 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 3,79 Euro, das Anfang Oktober erreicht wurde. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von 42 Prozent zu Buche, allein auf Monatssicht verlor das Papier 18 Prozent.

Zum 52-Wochen-Tief von 0,8230 Euro, aufgestellt am 21. November, beträgt der Abstand immerhin noch 27 Prozent – die Aktie hat sich davon also etwas gelöst, ohne bislang einen nachhaltigen Boden gefunden zu haben.

Belastend wirkt weiterhin die laufende Untersuchung der australischen Wertpapieraufsicht ASIC zu Börsenmitteilungen und Handelsaktivitäten im November 2025. Welche Konsequenzen daraus erwachsen könnten, ist offen – DroneShield kooperiert nach eigenen Angaben mit den Behörden.

Für Anleger bleibt die Gemengelage ambivalent: Operativ liefert das Unternehmen mit Rekordumsätzen, wachsendem Auftragsbestand und einem prominenten Praxistest beim Weltcup handfeste Fortschritte. Die Bewertung an der Börse spiegelt das derzeit jedoch kaum wider, solange regulatorische Fragezeichen und die Profitabilitätslücke im Raum stehen.

Anzeige

DroneShield-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue DroneShield-Analyse vom 13. September liefert die Antwort:

Die neusten DroneShield-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für DroneShield-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

DroneShield: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu DroneShield