DroneShield Aktie: 50% gegen Vergütungsbericht auf HV

Trotz Umsatzexplosion und neuer Partnerschaften verliert die DroneShield-Aktie an Wert. Ein Führungskonflikt und Ermittlungen verunsichern die Anleger.

Die Kernpunkte:
  • Umsatzplus von 121 Prozent im ersten Quartal
  • Ermittlungen der Börsenaufsicht ASIC
  • Mehrheit stimmt gegen Vergütungsbericht
  • Neue Kooperation mit Defenture vereinbart

Volle Kassen, explodierende Umsätze und neue Großpartnerschaften. Eigentlich müsste die DroneShield-Aktie durch die Decke gehen. Die Realität sieht anders aus. Das Papier verlor auf Wochensicht fast sieben Prozent. Ein handfester Konflikt um die Unternehmensführung verschreckt die Investoren.

Ermittlungen und Aktionärsrevolte

Der operative Erfolg prallt an einer massiven Vertrauenskrise ab. Die australische Börsenaufsicht ASIC ermittelt gegen das Unternehmen. Im Fokus stehen Firmenmitteilungen und Aktienverkäufe des Managements Ende 2025. Die Quittung der Aktionäre folgte Ende Mai. Auf der Hauptversammlung stimmten über 50 Prozent gegen den Vergütungsbericht. Das bedeutet einen formellen Warnschuss nach australischem Aktienrecht.

Dabei liefert das operative Geschäft Bestmarken. DroneShield steigerte den Umsatz im ersten Quartal um 121 Prozent. Die Kasse ist mit über 222 Millionen australischen Dollar prall gefüllt. Schulden hat der Konzern keine.

Auf der Rüstungsmesse Eurosatory in Paris meldete das Management wichtige Meilensteine. DroneShield kooperiert künftig mit dem Mobilitätsspezialisten Defenture. Der Partner baut die Drohnenabwehr-Systeme direkt in seine taktischen Fahrzeuge ein. Parallel dazu fertigt DroneShield die Anlagen nun erstmals komplett in Europa. Das Ziel: robustere Lieferketten für NATO-Kunden.

Warten auf Großaufträge

Ein neues Führungsteam soll nun das Vertrauen zurückgewinnen. Angus Bean hat den Posten des CEO übernommen. Hamish McLennan agiert als neuer Verwaltungsratschef. Der Markt wartet derweil auf handfeste Verträge. Die Vertriebspipeline umfasst gewaltige 2,2 Milliarden australische Dollar.

Analysten von Bell Potter und Canaccord Genuity halten den Ausverkauf für übertrieben. Sie verweisen auf weltweit steigende Rüstungsbudgets. An der Börse dominiert allerdings die Skepsis. Die Aktie schloss am Freitag bei 1,66 Euro. Damit notiert das Papier fast 55 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch. Ein technischer Lichtblick bleibt. Der RSI-Indikator signalisiert mit einem Wert von 35 aktuell eine überverkaufte Situation.

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