DroneShield Aktie: 65 Prozent unter 3,65-Euro-Hoch
DroneShield-Aktie bricht trotz WM-Auftrag und Europa-Expansion weiter ein. Der Kurs verliert auf Monatssicht rund ein Drittel.

- Kurssturz von neun Prozent am Freitag
- Umstellung auf Software-Abo-Modell
- Schutz der Lufträume bei WM 2026
- Neuer Verwaltungsrat ab Juli 2026
DroneShield baut sein Geschäft massiv um. Der Spezialist für Drohnenabwehr sichert den Luftraum für die Fußball-WM 2026. Parallel dazu treibt das Management die Expansion in Europa voran. Die Börse honoriert diese Fortschritte jedoch nicht. Im Gegenteil.
Am Freitag brach der Kurs um weitere neun Prozent auf 1,28 Euro ein. Damit setzt sich ein dramatischer Abwärtstrend fort. Auf Monatssicht verlor das Papier rund ein Drittel seines Wertes.
Vom Rekordhoch bei 3,65 Euro ist die Aktie mittlerweile fast 65 Prozent entfernt. Technische Indikatoren wie der RSI signalisieren einen extrem überverkauften Zustand.
Fokus auf Software-Abos
Operativ richtet sich DroneShield neu aus. Das Unternehmen wechselt von reinen Hardware-Verkäufen zu einem Software-as-a-Service-Modell. Abonnements sollen verlässliche Einnahmen garantieren. Bis zum Jahr 2030 plant der Vorstand einen Anteil der wiederkehrenden Umsätze von 30 Prozent. Dieser Schritt markiert den Übergang von frühen Pilotprojekten zu etablierten militärischen Beschaffungszyklen.
Um dieses Wachstum zu stützen, baut der Konzern seine Präsenz aus. Im Juni startete eine neue Lieferketten-Kampagne in Polen. Sie soll die europäischen Kapazitäten in der Drohnenabwehr stärken. Dazu passt der Aufbau eines neuen Hauptquartiers in Amsterdam.
Europa-Expansion und WM-Auftrag
Auch in den USA meldet das Unternehmen Erfolge. DroneShield schützt den städtischen Luftraum während der Fußball-Weltmeisterschaft 2026. Mehrere Systeme überwachen künftig den Großraum Kansas City auf niedriger Flughöhe.
Personell rüstet sich das Unternehmen ebenfalls für die nächste Phase. Am 1. Juli tritt Konteradmiral Lee Goddard dem Verwaltungsrat bei. Er bringt drei Jahrzehnte Erfahrung aus den Bereichen Verteidigung und nationale Sicherheit mit. Seine Netzwerke dürften entscheidend sein, um die ehrgeizigen Regierungsaufträge künftig in zählbare Umsätze zu verwandeln.
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