DroneShield Aktie: 73 Prozent unter Rekordhoch

Der neue Standort in Adelaide stärkt DroneShields Forschung in Australien; zugleich wurde das DroneSentry-X Mk2 bei US-Streitkräften erprobt, während die Aktie nachgab.

Die Kernpunkte:
  • Neues Forschungszentrum in Adelaide eröffnet
  • Fractl-Lasereffektor wird integriert
  • DroneSentry-X Mk2 bei US-Truppen erprobt
  • Aktie seit Jahresbeginn 43 Prozent niedriger

Der Spezialist für Drohnenabwehr DroneShield vergrößert seine Forschungspräsenz auf dem Heimatmarkt. Am heutigen Donnerstag eröffnete das Unternehmen offiziell seinen neuen Forschungs- und Entwicklungsstandort im australischen Adelaide. Der Schritt dient dazu, die Kapazitäten für die Weiterentwicklung der firmeneigenen Abwehrtechnologien auszubauen.

Mit dem neuen Standort in Adelaide erweitert der Konzern seinen Entwicklungsfußabdruck in Australien gezielt. Das Unternehmen reagiert damit auf den wachsenden Bedarf an moderner Sensorik und Signalverarbeitung zur Erkennung und Neutralisierung unbemannter Flugobjekte.

Integration neuer Technologien und militärische Abnahmen

Der Ausbau der eigenen Entwicklungsinfrastruktur erfolgt vor dem Hintergrund jüngster technologischer Kooperationen und militärischer Integrationserfolge. Vor über einem Monat gab DroneShield die Erweiterung seiner offenen Gegenmaßnahmen-Architektur bekannt, in die nun auch der Hochenergie-Lasereffektor Fractl des Partners AIM Defence eingebunden wird. Diese Kooperation soll das Portfolio um gerichtete Energiewaffen ergänzen.

Zudem meldete das Unternehmen vor gut einer Woche einen operativen Fortschritt bei den US-Streitkräften. Im Rahmen des Programms der Joint Interagency Task Force 401 wurde das System DroneSentry-X Mk2 erfolgreich auf militärischen Infantry Squad Vehicles installiert, abgenommen und im Feld erprobt. Das System ist speziell für den Schutz mobiler Bodentruppen konzipiert.

Anhaltender Druck auf den Aktienkurs

An der Börse konnten die operativen Fortschritte die vorangegangene Kursschwäche bislang nicht stoppen. Die Aktie von DroneShield schloss gestern bei 1,02 Euro.

Damit verbucht das Papier seit Jahresanfang einen Rückgang von 43 Prozent. Gegenüber dem 52-Wochen-Hoch von 3,79 Euro notiert der Titel mit einem Abschlag von 73 Prozent weiterhin deutlich unter seinen früheren Höchstständen. Anleger bewerten vor allem die Geschwindigkeit, mit der die neu geschaffenen Entwicklungskapazitäten in Adelaide und die Integrationen bei Militärkunden in tatsächliche Erlöse übergehen.

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