DroneShield Aktie: 730-Millionen-Deal fällt im H2

DroneShield meldet Rekord-Auftragspipeline von 2,2 Milliarden Dollar, während der Aktienkurs unter Ermittlungen und Abverkäufen leidet.

Die Kernpunkte:
  • Auftragspipeline erreicht 2,2 Milliarden Dollar
  • Umsatzsprung um 121 Prozent im ersten Quartal
  • Ermittlungen belasten Aktienkurs schwer
  • Neue Führungsspitze seit April im Amt

Volle Auftragsbücher, leere Depots. Bei DroneShield klaffen operative Stärke und Börsenstimmung weit auseinander. Der Spezialist für Drohnenabwehr sitzt auf einer Rekord-Pipeline. Dennoch notiert das Papier mit 1,73 Euro mehr als 52 Prozent unter seinem Jahreshoch.

Warten auf den Großauftrag

Das Orderbuch umfasst aktuell 312 Projekte im Wert von 2,2 Milliarden Australischen Dollar. Ein potenzieller Deal bringt dabei allein 730 Millionen Dollar auf die Waage. Die Entscheidung über diesen transformativen Vertrag fällt im zweiten Halbjahr.

Finanziell steht das Unternehmen solide da. Der Umsatz sprang im ersten Quartal um 121 Prozent auf rund 74 Millionen Dollar. DroneShield beendete den März schuldenfrei und mit üppigen Barreserven.

Neue Aufträge aus den USA untermauern das Wachstum. Das US-Verteidigungsministerium orderte Systeme für knapp 25 Millionen Dollar. Kurz darauf bestellte der US-Grenzschutz Ausrüstung für Einsätze in Texas. Ein staatliches Förderprogramm stützt die US-Nachfrage zusätzlich.

Parallel dazu gab es eine kleine Kapitalmaßnahme. Das Unternehmen hat gestern rund 823.000 neue Aktien ausgegeben. Diese Papiere stammen aus der Umwandlung bestehender Optionen.

Ermittlungen schrecken Investoren ab

Ein regulatorischer Schatten drückt den Kurs. Die Aufsichtsbehörde ASIC untersucht Vorgänge aus dem vergangenen November. Damals verkauften der ehemalige CEO Oleg Vornik und zwei weitere Manager große Aktienpakete. Kurz danach meldete DroneShield einen Millionenauftrag. Stunden später zog das Unternehmen die Mitteilung zurück. Es habe sich lediglich um administrative Änderungen gehandelt.

Die Unsicherheit zeigt Wirkung. Große Adressen ziehen sich zurück. JPMorgan, Citigroup und BlackRock haben ihre Anteile seit Mai unter die Meldeschwelle von fünf Prozent gedrückt. Im Juni folgte ein weiterer Großaktionär.

Frischer Wind in der Führung

Das Management hat sich im April neu aufgestellt. Angus Bean leitet nun die Geschäfte. Auf der Hauptversammlung gab es direkt einen Denkzettel. Mehr als die Hälfte der Aktionäre stimmte gegen den Vergütungsbericht.

Am 26. August präsentiert DroneShield die Halbjahreszahlen. Dann zeigt sich, ob die neuen Kapazitäten in Europa den Umsatz treiben. Die US-Fabrik arbeitet bereits vier Monate dem Zeitplan voraus. Hält die charttechnische Unterstützung im Bereich von 1,70 Euro, könnte der anstehende Mega-Deal den Knoten endgültig platzen lassen.

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