DroneShield Aktie: Angus Bean übernimmt Chefposten
DroneShield meldet Rekordumsatz im ersten Quartal 2026 und einen CEO-Wechsel. Angus Beer folgt auf Oleg Vornik, während das Unternehmen seinen Ausbau fortsetzt.

- Umsatzplus von 121 Prozent
- Angus Beer wird neuer CEO
- Schuldenfreie Bilanz mit hohen Reserven
- SaaS-Anteil soll bis 2030 steigen
Angus Bean übernimmt den Chefposten beim australischen Drohnenabwehr-Spezialisten DroneShield. Der langjährige CEO Oleg Vornik tritt nach über zehn Jahren an der Spitze ab. Zeitgleich legt das Unternehmen Rekordzahlen für das erste Quartal 2026 vor – ein Novembern für das Counter-Drone-Unternehmen.
Führungswechsel mit angekündigten Kontinuitäten
Bean, seit 2016 im Unternehmen und zuletzt Chief Product Officer, trat sein Amt offiziell am 8. April an. Vornik bleibt dem Unternehmen drei Monate als Berater erhalten, um den Übergang reibungslos zu gestalten.
Auch im Aufsichtsrat gibt es Bewegung. Peter James wird sich auf der Hauptversammlung am 29. Mai nicht zur Wiederwahl stellen. Der designierte Nachfolger Hamish McLennan, seit 1. Mai unabhängiges Aufsichtsratsmitglied, soll den Vorsitz nach der Versammlung übernehmen.
Rekordzahlen zum Jahresstart
Die Geschäftszahlen des ersten Quartals können sich sehen lassen. DroneShield erzielte einen Umsatz von 74,1 Millionen australischen Dollar – ein Plus von 121 Prozent zum Vorjahresquartal. Die Kundenzahlungen erreichten mit 77,4 Millionen Dollar einen historischen Höchststand.
Der Barbestand wuchs auf 222,8 Millionen Dollar, das Unternehmen ist schuldenfrei. Der operative Cashflow war mit 24,1 Millionen Dollar im vierten Quartal in Folge positiv.
Die Aktie notiert aktuell bei 2,03 Euro, rund 44 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch. Im vergangenen Jahr legte der Kurs aber immerhin knapp 175 Prozent zu.
Ausbau wiederkehrender Erlöse
Ein strategischer Schwerpunkt ist der Ausbau des Softwaregeschäfts. Im ersten Quartal stammten 6,9 Prozent des Umsatzes aus SaaS-Erlösen – rund 5,1 Millionen Dollar. Bis 2030 will DroneShield den Anteil wiederkehrender Einnahmen auf über 30 Prozent steigern.
Die Auftragspipeline ist prall gefüllt: 312 aktive Projekte in über 60 Ländern mit einem Gesamtvolumen von rund 2,2 Milliarden Dollar. Für das Gesamtjahr 2026 sind bereits Aufträge über 154,8 Millionen Dollar fest gebucht.
Das Unternehmen peilt für 2030 einen Jahresumsatz von über einer Milliarde Dollar an. Treiber sind die KI-basierte Sensorfusion und der Ausbau der Fertigungskapazitäten für europäische und NATO-Verteidigungsmärkte.
Die Hauptversammlung findet heute statt. Neue Hardware- und Softwareprodukte sollen ab dem dritten Quartal auf den Markt kommen.
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