DroneShield Aktie: ASIC-Untersuchung belastet weiter

DroneShield verzeichnet Rekordumsatz und prominenten Neuzugang, während eine ASIC-Untersuchung den Aktienkurs drückt.

Die Kernpunkte:
  • Ermittlungen der Finanzaufsicht ASIC
  • Prominenter Admiral im Aufsichtsrat
  • Umsatzplus von 121 Prozent
  • Kursverlust von 25 Prozent

Starke Auftragsbücher, volle Kassen und ein prominenter Neuzugang im Vorstand. Eigentlich läuft bei dem Spezialisten für Drohnenabwehr alles nach Plan. Wäre da nicht eine laufende Untersuchung der Finanzaufsicht. Diese drückt die Stimmung der Anleger spürbar.

Prominenter Neuzugang für Rüstungsdeals

Ab dem 1. Juli 2026 verstärkt Lee Goddard den Aufsichtsrat. Der pensionierte Konteradmiral bringt drei Jahrzehnte Erfahrung im Verteidigungssektor mit. Er leitete zuvor die Australian Missile Corporation. Seine Aufgabe ist klar definiert. Goddard soll Türen zu den lukrativen Beschaffungsnetzwerken des AUKUS-Pakts öffnen. Auch Geheimdienste der Five-Eyes-Allianz stehen im Fokus.

Damit baut DroneShield seine Führungsebene weiter um. Zuvor rückte bereits Technikchef Angus Bean auf den CEO-Posten. Das Unternehmen richtet sich strategisch auf komplexe Rüstungsausschreibungen aus.

Operativer Höhenflug trifft auf Kursverluste

Operativ glänzt das Unternehmen. Im ersten Quartal stieg der Umsatz um 121 Prozent auf 74,1 Millionen Australische Dollar. Der operative Cashflow ist das vierte Quartal in Folge positiv.

Die Kassen sind mit 223 Millionen Dollar prall gefüllt. Schulden hat der Konzern keine. Parallel dazu sicherte sich DroneShield einen wichtigen Auftrag des US-Verteidigungsministeriums. Dieser umfasst mobile und stationäre Systeme zur Drohnenabwehr.

Auch in Europa expandiert die Firma. Eine neue Partnerschaft mit dem niederländischen Fahrzeugspezialisten Defenture bringt die Abwehrsysteme auf mobile Plattformen. Die Börse honoriert diese Erfolge aktuell kaum. Kein Wunder. Die Aktie notiert bei 1,45 Euro. Das entspricht einem Minus von gut 25 Prozent auf Sicht von 30 Tagen.

Die Altlasten der Chefetage

Der Grund für die Kursschwäche liegt in der Vergangenheit. Die australische Aufsichtsbehörde ASIC untersucht seit Mai Aktiengeschäfte aus dem November 2025. Damals verkauften der ehemalige CEO Oleg Vornik und Ex-Chairman Peter James große Aktienpakete.

Kurz nach diesen Verkäufen meldete das Unternehmen einen neuen Millionenauftrag. Nur wenige Stunden später zog DroneShield diese Meldung wieder zurück. Im Raum stehen Vorwürfe möglicher doppelter Umsatzbuchungen. Das Unternehmen kooperiert vollumfänglich mit den Behörden. Die Untersuchung läuft jedoch weiter.

Ein Ende der Unsicherheit rückt näher. Am 26. August veröffentlicht DroneShield seine Halbjahreszahlen. Dieser Bericht liefert erste Einblicke in die Umsätze der neuen europäischen Produktion.

Dann muss der Konzern beweisen, dass die prall gefüllte Pipeline echte Gewinne abwirft. Aktuell verhandelt DroneShield über 13 Großprojekte. Das größte Einzelprogramm hat ein Volumen von 730 Millionen Dollar. Das Management plant ein Update zu diesem Deal für das zweite Halbjahr 2026.

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