DroneShield Aktie: Erholung läuft
Der Anti-Drohnen-Spezialist DroneShield zeigt nach Kursrücksetzern beeindruckende operative Ergebnisse und eine prall gefüllte Auftragspipeline, während Governance-Fragen weiterhin für Unsicherheit sorgen.

- Umsatzwachstum von über 1.000 % im letzten Quartal
- Vertriebspipeline im Wert von 2,55 Milliarden Dollar
- Broker bestätigt Kaufempfehlung mit hohem Kursziel
- Produktionskapazität soll bis 2026 vervierfacht werden
Nach Monaten mit heftigen Ausschlägen meldet sich DroneShield eindrucksvoll zurück. Der Spezialist für Abwehrlösungen gegen Drohnen gehört aktuell zu den auffälligsten Werten an der australischen Börse. Im Hintergrund stehen starke operative Zahlen – aber auch Governance-Fragen, die viele Investoren noch nicht abgehakt haben. Wie robust ist diese Erholung?
Nach dem Absturz vom Rekordhoch
Die Kursrally zum Wochenstart in Australien folgt auf eine extreme Talfahrt in den vergangenen Monaten. Von einem Rekordhoch bei 6,71 australischen Dollar Anfang Oktober fiel die Aktie bis Ende letzter Woche auf rund 2,08 Dollar zurück. Auslöser waren gleich mehrere Belastungsfaktoren rund um Führung und Transparenz.
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Im Zentrum standen vor allem Governance-Themen:
- CEO Oleg Vornik und Chairman Peter James veräußerten im November Aktien im Wert von rund 70 Millionen australischen Dollar.
- Der US-CEO Matt McCrann trat am 19. November überraschend zurück.
- Eine ASX-Mitteilung musste zurückgezogen werden, weil ein bestehender US-Auftrag fälschlicherweise als Neugeschäft bezeichnet worden war.
- Gleichzeitig schnellten Short-Positionen in einem Zeitraum von zwei Wochen im November um 62 % nach oben.
Diese Kombination aus Insiderverkäufen, Managementwechsel und Kommunikationspannen hat das Vertrauen vieler Anleger sichtbar belastet und den Abverkauf verstärkt. Vor diesem Hintergrund wirkt die aktuelle Erholungsbewegung wie ein Test, wie viel Zutrauen der Markt dem Geschäftsmodell trotz der Kritik weiterhin entgegenbringt.
Broker bleibt klar optimistisch
Trotz der Turbulenzen hält der Broker Bell Potter an einer klar positiven Einschätzung fest. Das Haus bestätigt sein Buy-Rating und nennt ein Kursziel von 5,30 australischen Dollar. Von den Kursniveaus der vergangenen Tage aus entspricht das einem theoretischen Aufwärtspotenzial von deutlich über 150 %.
Als zentrales Argument führt Bell Potter die prall gefüllte Vertriebspipeline an. DroneShield beziffert diese auf 2,55 Milliarden Dollar. Der Broker erwartet, dass 2026 einen Wendepunkt für die globale Anti-Drohnen-Industrie markieren dürfte. Viele Staaten stünden demnach kurz davor, ihre Ausgaben für sogenannte „Soft-Kill“-Lösungen – also das Detektieren und Ausschalten von Drohnen ohne kinetische Wirkung – deutlich zu erhöhen.
Damit knüpft die Analysteneinschätzung direkt an die strukturellen Wachstumstreiber an: zunehmende geopolitische Spannungen, der starke Einsatz von Drohnen in Konflikten und wachsende Sicherheitsanforderungen im zivilen Bereich.
Fundamentaldaten untermauern das Wachstum
Operativ liefert DroneShield derzeit Zahlen, die das starke Anlegerinteresse erklären. Im dritten Quartal 2025 meldete das Unternehmen außergewöhnliches Wachstum:
- Der Umsatz sprang im Jahresvergleich um 1.091 % auf 92,9 Millionen Dollar.
- Die kumulierten, vertraglich gesicherten Erlöse seit Jahresbeginn stiegen auf 193,1 Millionen Dollar.
- Die Barmittelzuflüsse („cash receipts“) erhöhten sich um 751 % auf 77,4 Millionen Dollar.
- Das operative Geschäft erwirtschaftete einen positiven Cashflow von 20,1 Millionen Dollar.
- Die Bruttomarge lag bei rund 65 %.
Zusätzlich sieht sich DroneShield in einem stark wachsenden Markt positioniert. Laut dem unternehmenseigenen Bericht zum adressierbaren Marktvolumen wird der globale Sektor für Abwehr unbemannter Systeme auf 63 Milliarden US-Dollar geschätzt, wobei weniger als 5 % davon bislang erschlossen sind.
Die aktuelle Pipeline von 2,55 Milliarden Dollar verteilt sich dabei vor allem auf Europa und die USA. In Europa identifiziert DroneShield ein Volumen von 1,15 Milliarden Dollar über 66 Projekte, in den Vereinigten Staaten rund 715 Millionen Dollar über 118 Projekte. Das zeigt, wo kurzfristig die größten Chancen liegen.
Bilanzstärke und Kapazitätsausbau
Auch bilanziell steht das Unternehmen solide da. Die Marktkapitalisierung nähert sich derzeit 1,9 Milliarden australischen Dollar. In der Kasse liegen 235,2 Millionen Dollar – genug Spielraum, um Wachstum und Entwicklung weiter zu finanzieren.
Parallel baut DroneShield seine Produktionskapazitäten deutlich aus: Von derzeit rund 500 Millionen Dollar Jahreskapazität soll bis Ende 2026 auf 2,4 Milliarden Dollar hochgefahren werden. Das Management stellt sich damit klar auf steigende Nachfrage ein.
Dazu kommen 330 Ingenieure und jährliche F&E-Ausgaben von über 50 Millionen Dollar, mit denen die technologische Führungsposition im Anti-Drohnen-Segment gesichert werden soll. Angesichts der erwarteten Ausweitungen von Verteidigungs- und Sicherheitsbudgets in vielen Ländern könnte dieser Kapazitätsaufbau zum entscheidenden Hebel für künftiges Wachstum werden.
Einordnung der aktuellen Kurslage
An der Heimatbörse hat sich die Aktie zuletzt etwas von ihren Tiefs lösen können. In Euro gerechnet liegt der Kurs heute bei 1,24 Euro und damit zwar weit unter dem 52‑Wochen-Hoch von 3,65 Euro, aber noch immer deutlich über dem Jahrestief von 0,36 Euro. Über zwölf Monate steht ein kräftiges Plus, gleichzeitig signalisiert ein RSI von 36 und eine deutliche Distanz zum 50‑Tage-Durchschnitt, dass der Titel nach der Korrektur technisch eher im unteren Bereich seiner jüngeren Handelsspanne notiert.
Für die nächsten Monate wird entscheidend sein, ob DroneShield die starke Pipeline in profitables Geschäft umsetzt und gleichzeitig die Governance-Frage überzeugend beantwortet. Gelingt dieser Spagat, wären die aktuellen Kapazitätserweiterungen und die solide Bilanz eine gute Ausgangsbasis, um im erwarteten Nachfrageanstieg ab 2026 überproportional zu profitieren.
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