DroneShield Aktie: Erste RfRecon-Bestellung aus Westeuropa
DroneShield weist 251 Millionen australische Dollar für 2026 aus und gewinnt einen ersten RfRecon-Kunden, während die Aktie weiter nachgibt.

- 251 Millionen australische Dollar für 2026
- Auftragsbestand nähert sich Prognoseobergrenze
- Erster RfRecon-Auftrag aus Westeuropa
- Aktie binnen 30 Tagen 18 Prozent schwächer
DroneShield rückt mit seinem Auftragsbestand für das laufende Geschäftsjahr näher an die obere Spanne der eigenen Umsatzprognose heran. Der Rüstungselektronik-Spezialist meldete am Donnerstag ein sogenanntes Committed Revenue von 251 Millionen australischen Dollar für das Geschäftsjahr 2026 – Stand 8. September. Damit bewegt sich das Unternehmen weiter innerhalb der im August bestätigten Zielspanne von 250 bis 270 Millionen australischen Dollar, nähert sich aber zunehmend deren oberem Ende.
Bemerkenswert ist die Dynamik: Bei den Halbjahreszahlen vor über einem Monat hatte DroneShield noch ein Committed Revenue von 240 Millionen australischen Dollar für das Stichdatum 21. August ausgewiesen. Innerhalb weniger Wochen kamen somit gut elf Millionen australische Dollar an neuen Auftragsbestätigungen hinzu.
Auch der Ausblick über das laufende Jahr hinaus verbessert sich: Für die Periode ab 2027 nennt das Unternehmen inzwischen 46 Millionen australische Dollar an gesichertem Umsatz, nach 43 Millionen zum Halbjahresstichtag.
Neues Produkt findet ersten Abnehmer
Neben der Auftragsentwicklung lieferte DroneShield am selben Tag eine zweite Nachricht: Das Unternehmen erhielt die erste Bestellung für sein KI-gestütztes RfRecon-Gerät. Ein bestehender militärischer Endkunde in Westeuropa soll das Produkt noch bis Ende 2026 erhalten.
Der Auftragswert selbst gilt als nicht wesentlich für die Konzernzahlen, wird von DroneShield aber als Bestätigung für die nächste Produktgeneration im Bereich Drohnenabwehr gewertet. RfRecon war im Juli gemeinsam mit der Software RfAI-3 vorgestellt worden, die Skalierung der Produktion soll in der zweiten Jahreshälfte anlaufen, erste Auslieferungen sind für das Jahresende angekündigt.
Die Kombination aus wachsendem Auftragsbestand und einem ersten Referenzkunden für die neue Produktlinie liefert einen Hinweis darauf, wie DroneShield seine Wachstumsstory nach den durchwachsenen Halbjahreszahlen absichern will.
Dort war der Umsatz zwar um 74 Prozent gestiegen, gleichzeitig aber ein statutarischer Verlust von 32,2 Millionen australischen Dollar aufgelaufen, nach einem Gewinn im Vorjahreszeitraum. Die Bruttomarge war zudem von 65 auf 60 Prozent gesunken, unter anderem wegen einer Bestandsabwertung – eine Erholung auf rund 65 Prozent stellt das Unternehmen für das zweite Halbjahr in Aussicht.
Kurs bleibt unter Druck
An der Börse hat sich die Stimmung trotz der operativen Fortschritte kaum aufgehellt. Die Aktie schloss am Freitag bei 1,04 Euro, nahezu unverändert zum Vortag, liegt aber binnen 30 Tagen 18 Prozent im Minus und seit Jahresbeginn 42 Prozent tiefer.
Zum 52-Wochen-Hoch von 3,79 Euro, erreicht am 1. Oktober 2025, beträgt der Abstand mittlerweile 72 Prozent. Der Kurs notiert mit 1,04 Euro auch 15 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 1,23 Euro – ein Zeichen dafür, dass selbst positive operative Nachrichten den mittelfristigen Abwärtstrend bislang nicht durchbrechen konnten.
Für Anleger bleibt damit ein Spannungsfeld bestehen: Operativ liefert DroneShield mit steigendem Auftragsbestand und einer ersten Bestellung für sein neues Flaggschiffprodukt greifbare Fortschritte. Die Profitabilität und das Marktvertrauen hinken dieser Entwicklung jedoch weiterhin hinterher. Ob die anstehende Erholung der Marge im zweiten Halbjahr tatsächlich eintritt, dürfte mitentscheidend dafür sein, ob sich das Kursbild stabilisiert.
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