DroneShield Aktie: Leerverkäufer unter Druck

Der US-Rahmenvertrag ermöglicht spätere Abrufe, garantiert jedoch weder Bestellungen noch Erlöse; die Aktie legte zum Handelsschluss 5,3 Prozent zu.

Die Kernpunkte:
  • US-Vertragsrahmen mit 500 Millionen Dollar Obergrenze
  • Keine garantierten Bestellungen oder Umsätze
  • Aktie schloss 5,3 Prozent höher
  • Short-Quote lag bei 14,59 Prozent

Ein Rahmenvertrag über bis zu 500 Millionen US-Dollar, aber kein einziger garantierter Dollar Umsatz: Bei DroneShield treffen ein großer Auftragsrahmen und eine stark leerverkaufte Aktie aufeinander. Die Kursreaktion fiel entsprechend deutlich aus.

Rahmen statt Auftrag

Die US-Tochter des australischen Drohnenabwehr-Spezialisten erhielt Zugang zu einem dreijährigen Vertragsrahmen der Joint Interagency Task Force 401. Das Maximalvolumen liegt bei 500 Millionen US-Dollar, umgerechnet rund 441 Millionen Euro. Die Aktie sprang zeitweise um rund 9 Prozent auf 1,76 Australische Dollar, den höchsten Stand seit einem Monat. Zum Handelsschluss blieb ein Plus von 5,3 Prozent.

Der Haken steckt in der Vertragsart. Bei einem IDIQ-Vertrag können US-Behörden Systeme zur Abwehr unbemannter Fluggeräte schneller abrufen. Verbindliche Bestellungen oder Umsätze sind damit aber nicht verbunden. Wie viel vom theoretischen Volumen real wird, entscheiden die späteren Abrufe.

Ganz neu ist das US-Geschäft nicht. Bereits im Juni gab es einen JIATF-401-Auftrag über 24,9 Millionen US-Dollar, davon 19,3 Millionen als anfängliches Volumen. Zudem bestätigte das US-Militär zuletzt die Abnahme von DroneSentry-X-Mk2-Systemen aus einem früheren Programm.

Hohe Short-Quote als Verstärker

Die Bewegung traf auf eine Aktie, gegen die viele Anleger gewettet hatten. Nach Daten der australischen Aufsicht ASIC zählte DroneShield im September zu den am stärksten leerverkauften Titeln des Landes. Am 22. September lag die Short-Quote bei 14,59 Prozent, andere Angaben nennen mehr als 15 Prozent. Ein unerwartet großer Auftragsrahmen kann in so einer Konstellation Eindeckungen auslösen und den Kurssprung verstärken.

Fundamental bleibt die Messlatte hoch. Für das laufende Jahr werden Umsätze von 250 bis 270 Millionen Australischen Dollar erwartet, Gewinne dürften zunächst ausbleiben. Parallel dazu baut das Unternehmen Kapazitäten aus, etwa mit einem neuen Forschungs- und Entwicklungsstandort in Adelaide.

Der Vertrag öffnet vor allem die Tür zum amerikanischen Beschaffungsmarkt. Ob aus dem Kurssprung mehr als eine kurze Erleichterungsrallye wird, zeigt sich an den konkreten Abrufen unter dem Rahmen. Erst sie machen aus dem Maximalvolumen belastbaren Umsatz.

Anzeige

Stand heute, 30. September: DroneShield – Kaufen, halten oder verkaufen?

Wer in DroneShield investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 30. September gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

DroneShield: Gratis-Analyse (PDF) öffnen …

Diskussion zu DroneShield