DroneShield Aktie: Pentagon vergibt Fünfjahresvertrag
DroneShield sichert sich neue Militärverträge und bestätigt das Umsatzziel für 2026, während ASIC-Ermittlungen und Kursverluste belasten.

- US-Vertrag über 24,9 Millionen Austral-Dollar
- Europäische Militärorders erreichen 23,2 Millionen
- Gesicherter Umsatz deckt Großteil des Jahresziels
- ASIC-Prüfung zu Mitteilungen und Handelsaktivitäten
Während DroneShield mit den Folgen enttäuschender Halbjahreszahlen kämpft, meldet der australische Anti-Drohnen-Spezialist auf der Auftragsseite deutlichen Fortschritt.
Die Joint Interagency Task Force 401 des US-Verteidigungsministeriums hat dem Unternehmen einen Fünfjahresvertrag über 24,9 Millionen australische Dollar für mobile und stationäre Gegendrohnen-Hardware, Softwareabonnements und Support zugesprochen.
Parallel dazu verbuchte DroneShield neue europäische Militäraufträge über 23,2 Millionen australische Dollar für Gegendrohnensysteme sowie den Marktstart der neuen Radiofrequenz-Intelligence-Engine RfAI-3.
Auftragsbestand nähert sich der Jahresprognose
Die neuen Verträge stützen die Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2026, die das Management trotz des schwachen ersten Halbjahres bestätigt hat: Der Konzern peilt weiterhin einen Jahresumsatz zwischen 250 und 270 Millionen australische Dollar an.
Zum 21. August lag der gesicherte Umsatz bei 240 Millionen australische Dollar – damit deckt DroneShield bereits zwischen 89 und 96 Prozent des Jahresziels ab.
Zusätzliche Signale kommen aus den USA: Die Air Education and Training Command der US-Luftwaffe veröffentlichte eine „Sources Sought“-Ausschreibung für zwei Gegendrohnensysteme, in der explizit DroneShields RfPatrol Mk2 und die DroneSentry-C2-Tabletts genannt werden.
Eine formelle Beauftragung ist damit noch nicht verbunden, doch die namentliche Nennung unterstreicht die etablierte Position des Unternehmens bei US-Behörden.
Die Auftragsdynamik kontrastiert mit der Stimmung an der Börse. Der Aktienkurs schloss am Montag bei 1,10 Euro und liegt damit rund 71 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 3,79 Euro, das Anfang Oktober markiert wurde.
Seit Jahresbeginn steht ein Kursrückgang von 39 Prozent zu Buche, die Volatilität der vergangenen 30 Handelstage ist mit 87 Prozent annualisiert außergewöhnlich hoch.
Führungswechsel liegt bereits Monate zurück
Für Anleger, die die operative Kontinuität im Blick behalten, ist der Führungswechsel an der Konzernspitze relevant, auch wenn er nicht mehr die jüngste Nachricht ist: Bereits im April hatte der Vorstand mitgeteilt, dass Oleg Vornik als CEO und Managing Director zurücktritt. Er blieb dem Unternehmen im Anschluss für drei Monate als Berater erhalten.
Sein Nachfolger ist Angus Bean, der zuvor als Chief Product Officer des Unternehmens tätig war. Die neuen Aufträge aus den USA und Europa fallen damit in die Amtszeit des neuen Führungsteams und dürften als früher Beleg dafür gelten, dass die operative Auftragsvergabe von der personellen Veränderung an der Spitze unberührt bleibt.
Belastend bleibt hingegen die laufende Kooperation mit der australischen Finanzaufsicht ASIC, die eine Untersuchung zu ASX-Mitteilungen und Handelsaktivitäten seit November 2025 führt. Das Unternehmen hat bestätigt, mit den Behörden zusammenzuarbeiten, ein Ergebnis der Untersuchung liegt bislang nicht vor.
Ausblick auf das zweite Halbjahr
Für die kommenden Monate hat das Management zwei konkrete Meilensteine in Aussicht gestellt: den Versand der ersten Einheiten des neu eingeführten tragbaren Sensorgeräts RfRecon sowie eine angestrebte Erholung der Bruttomarge auf rund 65 Prozent im zweiten Halbjahr 2026, nachdem diese im ersten Halbjahr auf 60,0 Prozent von zuvor 65,3 Prozent gesunken war.
Ob die neuen Aufträge aus den USA und Europa ausreichen, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen, wird sich daran entscheiden, ob DroneShield diese operativen Versprechen tatsächlich einlöst.
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