DroneShield Aktie: RfRecon erhält erste Bestellung
Rebecca Lowde übernimmt im November die Finanzleitung, während DroneShield gesicherte Erlöse für 2026 auf 251 Millionen US-Dollar erhöht.

- Rebecca Lowde folgt auf Carla Balanco
- Gesicherte 2026-Erlöse erreichen 251 Millionen
- Erste RfRecon-Bestellung aus Westeuropa
- 180 Millionen US-Dollar Cash, keine Schulden
DroneShield hat einen personellen Wechsel an der Finanzspitze bekanntgegeben, der die Wachstumsgeschichte des australischen Drohnenabwehr-Spezialisten untermauern soll. Rebecca Lowde übernimmt ab dem 2. November den Posten der Chief Financial Officer und folgt auf Carla Balanco, die das Unternehmen nach mehr als acht Jahren verlässt.
Lowde bringt rund 30 Jahre Finanzerfahrung mit, unter anderem war sie zuvor bei MYOB tätig und zuvor bei Afterpay, wo sie eine Kapitalerhöhung über 1,5 Milliarden US-Dollar sowie die 39-Milliarden-Dollar-Übernahme durch Block begleitete.
Der Führungswechsel fällt zeitlich mit einer aktualisierten Umsatzmeldung zusammen. Die für das Geschäftsjahr 2026 bereits vertraglich gesicherten Erlöse kletterten auf 251 Millionen US-Dollar, nach 240 Millionen Ende August und 206 Millionen noch Ende des Vormonats zuvor. Damit bewegt sich DroneShield innerhalb der eigenen Prognosespanne von 250 bis 270 Millionen US-Dollar, allerdings am unteren Rand.
Für die Zeit ab 2027 stehen bereits 46 Millionen US-Dollar an gesicherten Aufträgen in den Büchern, nach zuvor 26 Millionen – ein deutlicher Sprung, der auf eine wachsende Sichtbarkeit über das laufende Jahr hinaus hindeutet.
Erste Bestellung für neues KI-Gerät
Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt die Meldung durch die erste Bestellung des neuen RfRecon-Systems, eines KI-gestützten Counter-Drohnen-Geräts, das ein Frequenzband von 100 bis 7125 Megahertz abdeckt.
Kunde ist ein westeuropäischer Militär-Endkunde, die Auslieferung soll bis Ende 2026 erfolgen. DroneShield selbst bezeichnete den Auftrag als nicht materiell für das Konzernergebnis, wertete ihn aber als Bestätigung für die Marktakzeptanz der neuen Produktlinie.
Der Kurs reagierte auf die Nachrichten verhalten. Nach den Halbjahreszahlen vom vergangenen Dienstag, die einen Verlust nach Steuern von 32,2 Millionen US-Dollar bei gleichzeitig um 74 Prozent gestiegenem Umsatz auf 125,8 Millionen US-Dollar zeigten, gab die Aktie um 2,7 Prozent nach.
Zum Handelsschluss am Mittwoch notierte das Papier bei 1,06 Euro. Über die vergangenen 30 Tage steht damit ein Minus von 17 Prozent zu Buche, seit Jahresbeginn summiert sich der Rückgang auf 41 Prozent.
Bilanz bleibt solide, Bewertung unter Druck
Trotz des operativen Verlusts verfügt DroneShield über eine komfortable Liquiditätsposition: Zum Halbjahresstichtag lagen 180 Millionen US-Dollar an Cash in der Bilanz, Schulden bestehen keine. Diese finanzielle Ausstattung dürfte dem Unternehmen Spielraum geben, den Ausbau der Produktpalette und die Erschließung neuer Kundensegmente in Europa weiter voranzutreiben, ohne kurzfristig auf externe Finanzierung angewiesen zu sein.
Die Bewertung am Markt spiegelt diese Substanz derzeit kaum wider. Mit einem Abstand von 72 Prozent zum 52-Wochen-Hoch aus dem Oktober und einem RSI von knapp 40 signalisiert der Kurs anhaltende Skepsis der Anleger gegenüber der Wachstumsstory.
Zugleich bleibt der Auftragsbestand ein Gegenargument: Steigt das Committed Revenue tatsächlich weiter in Richtung der oberen Guidance-Grenze, dürfte sich die Diskrepanz zwischen operativer Entwicklung und Kursverlauf mittelfristig als Chance für Anleger erweisen, die auf eine Neubewertung setzen.
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