DroneShield Aktie: RfRecon erhält erste Militär-Bestellung

DroneShield meldet eine erste RfRecon-Bestellung aus Westeuropa und beruft Rebecca Lowde zur Finanzchefin, während die Aktie weiter nachgibt.

Die Kernpunkte:
  • Erster RfRecon-Auftrag aus Westeuropa
  • Rebecca Lowde übernimmt im November
  • 251 Millionen AUD Erlöse für 2026
  • Aktie verliert 42 Prozent seit Jahresbeginn

DroneShield hat den Führungswechsel im Finanzressort mit einer handfesten Geschäftsmeldung verknüpft: Der Rüstungselektronik-Spezialist meldete die erste Bestellung seines RfRecon-Systems durch ein westeuropäisches Militär, die bis Ende 2026 ausgeliefert werden soll. Für Anleger, die zuletzt vor allem auf den Kursrückgang nach den Halbjahreszahlen vom vergangenen Dienstag blickten, liefert das einen neuen, operativen Anhaltspunkt.

Rebecca Lowde übernimmt im November

Ab dem 2. November wird Rebecca Lowde neue Finanzchefin von DroneShield. Sie bringt Erfahrung aus zwei prominenten Stationen mit: Zuletzt war sie CFO bei MYOB, einem Unternehmen der Beteiligungsgesellschaft KKR, davor verantwortete sie als CFO und Chief Product Officer bei Afterpay eine Kapitalerhöhung über 1,5 Milliarden US-Dollar sowie die 39-Milliarden-Dollar-Übernahme durch Block.

Die bisherige Finanzchefin Carla Balanco, die die Position seit 2018 innehatte, verlässt das Unternehmen. Der Wechsel an der Spitze des Finanzressorts fällt in eine Phase, in der DroneShield sein Auftragsbuch weiter ausbaut und damit auch höhere Anforderungen an Kapitalsteuerung und Berichtswesen stellt.

Erste RfRecon-Order als Signal für Produktbreite

Die neu gemeldete Bestellung des RfRecon-Systems durch ein Militär in Westeuropa ist die erste ihrer Art für dieses Produkt. Sie zeigt, dass DroneShield sein Portfolio jenseits der bekannten Anti-Drohnen-Systeme diversifiziert und in neue Kundensegmente vordringt.

Für ein Unternehmen, dessen Geschäft stark von Einzelaufträgen im Verteidigungsbereich abhängt, ist jede zusätzliche Produktlinie mit eigener Nachfrage ein Baustein für stabilere Umsatzentwicklung.

Auf der finanziellen Seite bestätigte DroneShield für das laufende Geschäftsjahr 2026 gesicherte Erlöse („Committed Revenue“) von 251 Millionen australischen Dollar, innerhalb der eigenen Prognosespanne von 250 bis 270 Millionen.

Für die Zeit ab 2027 stehen bereits weitere 46 Millionen australische Dollar an vertraglich gesicherten Umsätzen in den Büchern. Diese Zahlen liefern eine gewisse Visibilität über die kommenden Quartale hinaus, auch wenn sie naturgemäß nur einen Ausschnitt des tatsächlich erwarteten Geschäfts abbilden.

Kursbild bleibt angeschlagen

Der Kapitalmarkt hat die jüngsten Nachrichten bislang nicht als Kaufsignal gewertet. Die Aktie schloss am Donnerstag bei 1,05 Euro und damit 1,6 Prozent niedriger als am Vortag; auf Monatssicht steht ein Minus von 18 Prozent zu Buche.

Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 42 Prozent an Wert verloren und notiert damit deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von 3,79 Euro, das Anfang Oktober erreicht wurde. Zum 52-Wochen-Tief von 0,8230 Euro, aufgestellt am 21. November des Vorjahres, besteht dagegen noch ein Puffer von 27 Prozent.

Der CFO-Wechsel und die neue RfRecon-Order ändern an diesem Bild kurzfristig wenig, setzen aber operative Akzente in einer Phase, in der DroneShield nach den enttäuschend aufgenommenen Halbjahreszahlen Vertrauen zurückgewinnen muss.

Ob die Kombination aus neuer Führungsspitze im Finanzressort und breiterer Produktbasis ausreicht, um die Kursentwicklung zu drehen, wird sich erst in den kommenden Quartalen zeigen, wenn Lowde ihr Amt tatsächlich angetreten hat und die ersten RfRecon-Lieferungen erfolgt sind.

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