Dürr: Mit Umwelttechnik zu neuem Wachstum

Der Maschinen- und Anlagenbauer Dürr erwirbt den Geschäftsbereich Umwelttechnik vom US-Unternehmen Babcock & Wilcox Enterprises, Inc. (B&W). Durch die Akquisition entsteht ein führender Anbieter für umwelttechnische Anlagen im Bereich der industriellen Abluftreinigung.

Auf Grundlage der Unternehmenswerte wurden die durch Dürr übernommenen Tochtergesellschaften von B&W im Rahmen der Transaktion mit 110 Millionen Euro bewertet. Für das laufende Jahr senkte der in Bietigheim-Bissingen ansässige MDAX-Konzern seine Prognose für die operative Marge. Grund hierfür seien Sonderbelastungen aus der Geschäftsübernahme.

Dürr sieht bereinigte EBIT-Marge konstant

Der zwischen der Dürr AG und B&W geschlossene Kaufvertrag beinhaltet die Übernahme der B&W-Tochtergesellschaften Babcock & Wilcox MEGTEC Holdings Inc., Babcock & Wilcox MEGTEC LLC und Babcock & Wilcox Universal Inc. Vorbehaltlich der erforderlichen behördlichen Genehmigungen und kartellrechtlicher Bedingungen ist mit dem Vollzug der Geschäftstransaktion im dritten Quartal des laufenden Jahres zu rechnen.

Das Gesamtergebnis für 2018 wird durch Sonderkosten des Zukaufs mit etwa sechs Millionen Euro belastet. Die Margenprognose auf Basis des Gewinns vor Steuern und Zinsen (EBIT) reduzierte der Vorstand deshalb um 0,3 Prozentpunkte auf 6,7 bis 7,2 Prozent (2017: 7,8 Prozent). Um die Sonderkosten bereinigt, rechnet Dürr 2018 weiterhin mit einer EBIT-Marge von 7,4 bis 7,8 Prozent.

Umwelttechnikgeschäft in Zukunft deutlich profitabler

Ungeachtet der derzeitigen Sonderbelastungen sieht sich Dürr auf dem richtigen Weg. So soll das Umwelttechnikgeschäft durch den Zukauf mittelfristig deutlich größer und profitabler werden. Nach den Worten von Dr. Jochen Weyrauch, im Vorstand der Dürr AG unter anderem für den Geschäftsbereich Umwelttechnik zuständig, biete die globale Aufstellung des neu gebildeten Bereichs eine hervorragende Basis für Wachstum in den nächsten Jahren. „Durch die Akquisition entsteht ein führendes Unternehmen mit rund 400 Mio. € Umsatz und dem breitesten Technologie- und Service-Spektrum im Wettbewerb“, so Weyrauch.

Ziel sei es, den Umsatz im Umwelttechnikgeschäft bis 2021 auf bis zu 500 Mio. Euro zu steigern und eine EBIT-Marge von 6 bis 7 % zu erreichen. An der Börse wurde die Bekanntgabe der Geschäftsübernahmen durch die Anleger ausgesprochen positiv aufgenommen. Der Kurs der Dürr-Aktie stieg am Morgen um 2,6 % auf 89,96 Euro.

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