Dürr: Wie geht es mit der Aktie nach den Zahlen weiter?

Bei Maschinenbauer Dürr lief es im zurückliegenden Quartal etwas holpriger als erwartet. Man könnte es auch so zusammenfassen, dass der Konzern, der insbesondere durch seine Lackiermaschinen bekannt wurde, Opfer des eigenen Erfolges wurde. Das galt insbesondere für die Tochter Homag, die Holzbearbeitungsmaschinen herstellt.

Das Problem: Homag kam aufgrund eines regelrechten Auftragsbooms an seine Kapazitätsgrenzen. Diese zu beseitigen, hat am Ende Geld und Zeit gekostet und letztlich auch den Quartalsgewinn gedrückt. So meldete Dürr für das bereinigte EBIT einen Rückgang um 17,5 % auf 54,9 Millionen Euro. Immerhin: Beim Umsatz erreichte das Unternehmen ein Plus von mehr als 5 % auf knapp 910 Millionen Euro.

Dürr bestätigt Ausblick – mit Abstrichen

Zwar ist man inzwischen dabei, die Kapazitäten auszubauen, dennoch zeigt man sich gegenüber den Perspektiven für das Gesamtjahr etwas zurückhaltender. Zwar bleibt es bei der Prognose einer EBIT-Marge zwischen 7,4 – 7,8 %. Doch Dürr hat diese selbst als ambitioniert beschrieben. Wenigstens beim Umsatz bestätigt man voll und ganz den Rekordkurs, der am Ende des Jahres einen Umsatz von bis zu 3,9 Milliarden Euro bringen soll.

Wie geht es der Aktie?

So, wie die Zahlen und der Ausblick durchwachsen waren, so schwankte auch die Aktie von Dürr zuletzt zwischen negativen und positiven Vorzeichen. Was letztlich eine etwas ungünstigere Ausgangslage bringt. Denn aktuell geht es um den Ausbruch über die gleitenden durchschnitte. Insbesondere das Niveau bei derzeit rund 42,30 Euro ist in dieser Hinsicht interessant. Würde Dürr einen Ausbruch schaffen, könnte am Ende sogar der bisherige Abwärtstrend in Angriff genommen werden, der derzeit im Bereich von 47/48 Euro zu verorten ist. Mit den Verlusten zum Wochenschluss könnte es aber gut und gerne auch passieren, dass es noch einmal einen Rücksetzer auf das bisherige Jahrestief bei 36 Euro gibt.

%d Bloggern gefällt das: