Düsterer Freitag für Nordex

Der Windkraftanlagen-Hersteller Nordex hat einen wirklich schwarzen Freitag. Denn nach der gestrigen Senkung des Umsatzausblicks sind ihm die Aktionäre scharenweise davongelaufen. Die Papiere brachen auf ihr Tief von Ende des Jahres 2014 ein.

Das TecDAX-Unternehmen musste gestern seine Planungen reduzieren und prognostiziert nun nur noch einen Umsatz zwischen 3,1 und 3,3 Mrd. Euro für das laufende Jahr. "Grundlage für das gegenüber dem Vorjahr und der bisherigen Planung reduzierte Umsatzziel für 2017 sind gesunkene Erwartungen für das Geschäft in einzelnen Kernmärkten." Erst im Jahr 2018 soll der Umsatz dann wieder auf 3,4 bis 3,6 Mrd. Euro klettern.

Seit der Kappung der Unternehmensziele ist der Marktwert von Nordex um rund eine halbe Milliarde Euro abgesackt. Seit dem Mehrjahreshoch bei 33,90 Euro Ende 2015 haben die Aktien nun fast 60 % eingebüßt und markierten am Freitag ein neues 52-Wochen-Tief.

Nordex Ebitda-Marge geht leicht zurück

Die Ebitda-Marge soll sich im Jahr 2017 gegenüber der für 2016 erwarteten Marge von 8,3 % annähernd stabil entwickeln - die Zielbandbreite liegt hier bei 7,8 bis 8,2 %. „Die gegenwärtigen Arbeiten zur Aufstellung des Abschlusses für das Geschäftsjahr 2016 lassen bereits erkennen, dass sich die weiteren finanziellen Kennzahlen im Rahmen der Prognose befinden“, meldet Nordex.

Eine Basis für diese Stabilisierung sei ein internes Programm zur Senkung der Stromgestehungskosten, mit dem Nordex dem Preisdruck entgegenwirke. Außerdem erwartet der Vorstand positive Synergie-Effekte aus der Akquisition der Acciona Windpower und das weitgehende Entfallen von Einmaleffekten, die das Ergebnis im Jahr 2016 noch belastet hätten.

Weitere Zahlen und Ausblick Anfang März

Vorläufige Zahlen für 2016 sowie weitere Details zum Ausblick auf das Geschäftsjahr 2017 und die Ziele für 2018 wird der Vorstand am 1. März veröffentlichen.

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