Duke Energy Aktie: 900 Megawatt Solar bis 2028

Duke Energy übertrifft Gewinnerwartungen und treibt Solarprojekte in Florida voran, während in North Carolina ein Tarifkonflikt droht.

Die Kernpunkte:
  • Quartalsgewinn über den Prognosen
  • Solarpark in Florida fertiggestellt
  • Tarifstreit in North Carolina eskaliert
  • Analysten sehen Kurspotenzial

Duke Energy liefert solide Quartalszahlen ab und baut sein Solargeschäft in Florida aus. Gleichzeitig kämpft der Versorger in North Carolina um Tariferhöhungen – und stößt auf politischen Widerstand. Ein gemischtes Bild für Anleger.

Starke Zahlen zum Jahresstart

Das erste Quartal 2026 lief für Duke Energy rund. Der Gewinn je Aktie lag mit 1,93 Dollar über den Erwartungen. Der Umsatz stieg um 11,3 Prozent auf 9,18 Milliarden Dollar. Die Dividende von 1,065 Dollar je Vierteljahr entspricht einer Rendite von 3,4 Prozent.

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Die Aktie selbst notiert mit 107,50 Euro rund acht Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Der RSI von 31,5 zeigt den Wert leicht überverkauft. Die jüngste Schwäche könnte auch mit den regulatorischen Unsicherheiten zusammenhängen.

Solarausbau in Florida

In Florida hat Duke Energy den Jumper Creek Solar Complex fertiggestellt. Das Projekt ist Teil des Ziels, bis Ende 2028 insgesamt 900 Megawatt Solarkapazität im Bundesstaat zu bauen. Das Unternehmen rechnet mit rund 250 Millionen Dollar Kundeneinsparungen über die Lebensdauer der Anlage.

Bereits dreimal senkte Duke Energy in diesem Jahr die Standard-Stromtarife für Privathaushalte in Florida. Bis Juni 2026 soll die monatliche Rechnung für 1.000 Kilowattstunden um rund 50 Dollar oder 25 Prozent sinken – gerechnet ab Januar 2026.

Nord-Carolina: Streit um Tariferhöhung

Ganz anders die Lage im zweiten Kernmarkt. Duke Energy beantragt die Erstattung von über 800 Millionen Dollar Brennstoffkosten aus dem Winter 2026. Die Tochter Duke Energy Progress will die Tarife über zwei Jahre um 18 Prozent anheben – das wären rund 34 Dollar mehr pro Monat im Jahr 2028.

Gegen diese Pläne regt sich Widerstand. Gouverneur Josh Stein warnte vor einer einseitigen Belastung der Privatkunden. Hinzu kommt eine Änderung der Energiepolitik: Senatsgesetz 266 strich das CO₂-Reduktionsziel für 2030. North Carolina blockiert zudem den Kohleausstieg ohne parallelen Kernkraftersatz.

Analysten bleiben zuversichtlich

Trotz der Unsicherheiten bewerten Analysten Duke Energy überwiegend positiv. Der Konsens lautet „Moderate Buy“, das durchschnittliche Kursziel liegt bei 139 Dollar. Goldman Sachs führt den Titel auf seiner „Conviction List“ mit einem Kursziel von 132 Dollar. Morgan Stanley sieht den Wert ebenfalls bei 132 Dollar, bewertet ihn aber nur mit „Equalweight“.

Der nächste entscheidende Punkt für die Aktie bleibt der Ausgang der Tarifverhandlungen in North Carolina. Gelingt Duke Energy dort eine Einigung, wäre das ein starkes Signal. Scheitert der Versorger, dürfte der regulatorische Druck auf die Aktie erhalten bleiben.

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