Duolingo Aktie: Analysten ziehen Notbremse
Trotz Umsatzübertreffung stürzt die Duolingo-Aktie ab, da Analysten die Wachstumsstory nach schwachem Nutzer-Momentum und sinkenden Margen neu bewerten.

- Aktie verliert nachbörslich über 20 Prozent
- Zwei Investmentbanken senken Kursziele drastisch
- Strategischer Fokuswechsel belastet Profitabilität
- Umsatzwachstum soll sich deutlich verlangsamen
Die Duolingo-Aktie steht unter massivem Druck. Nach der Vorlage der Quartalszahlen kippte die Stimmung an der Wall Street komplett – trotz übertroffener Erwartungen beim Umsatz. Der Titel sackte nachbörslich um 21 Prozent ab und notiert aktuell bei 117,45 Dollar. Binnen Jahresfrist hat die Aktie 69 Prozent an Wert verloren und bewegt sich nahe dem 52-Wochen-Tief von 104,51 Dollar.
Was auf den ersten Blick paradox erscheint, hat einen klaren Grund: Die Sprachlern-App verliert an Nutzer-Momentum, während sie gleichzeitig ihre Margen deutlich zurückfahren muss.
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Doppelte Abstufung trifft den Kurs hart
Gleich zwei renommierte Investmentbanken verlieren den Glauben an die Wachstumsstory. Morgan Stanley strich die Aktie von „Overweight“ auf „Equalweight“ und kappte das Kursziel brutal von 245 auf 100 Dollar. Evercore ISI folgte mit einer Herabstufung von „Outperform“ auf „In Line“ und senkte das Ziel von 330 auf 114 Dollar – ein Einschnitt um fast zwei Drittel.
Morgan Stanley räumt ein, dass die eigene These nicht aufging. Die Bank hatte darauf gesetzt, dass Duolingo Nutzerwachstum und Monetarisierung parallel vorantreiben könne. Stattdessen bremste die aggressive Monetarisierung im Verlauf von 2025 das Nutzerwachstum stärker als erwartet aus. Als Hauptursache macht die Bank eine reduzierte Mundpropaganda aus – die erhöhte Monetarisierung und Kommunikationsfehler hätten die Markenwahrnehmung beschädigt.
Strategischer Schwenk belastet Profitabilität
Die Zahlen für das vierte Quartal 2025 lagen mit einem Umsatz von 282,9 Millionen Dollar über den Erwartungen von 275,74 Millionen Dollar. Auch beim Gewinn je Aktie übertraf das Unternehmen mit 0,84 Dollar die Prognose von 0,83 Dollar leicht. Doch der Ausblick sorgte für Ernüchterung.
Duolingo schwenkt strategisch um: Statt Monetarisierung steht nun Nutzerwachstum im Fokus. Das Unternehmen investiert massiv in die kostenlose Nutzererfahrung und reduziert gleichzeitig die Monetarisierungsmaßnahmen. Neue Fächer wie Schach und Mathematik sollen die Plattform attraktiver machen. Zudem baut das Unternehmen KI-Features wie Video Call und Speaking Adventures aus.
Der Preis dafür ist hoch: Die Bookings-Prognose für das Geschäftsjahr 2026 liegt mit einem Wachstum von 10 bis 12 Prozent rund 3 Prozent unter Morgan Stanleys Schätzung. Die EBITDA-Erwartung verfehlte die Analystenschätzungen sogar um 15 Prozent. Die Marge soll von 30 Prozent im Geschäftsjahr 2025 auf 25 Prozent im Jahr 2026 schrumpfen – ein Rückgang um 450 Basispunkte.
Wachstum verlangsamt sich spürbar
Das Umsatzwachstum soll sich deutlich abkühlen: von 35 Prozent im vierten Quartal 2025 auf nur noch 15 bis 18 Prozent im laufenden Jahr 2026. Das Unternehmen hofft, das Wachstum der täglichen aktiven Nutzer bei rund 20 Prozent stabilisieren zu können.
Morgan Stanley sieht die Sichtbarkeit als begrenzt an, zumal das Unternehmen zahlreiche Änderungen plane und seinen historisch konservativen Prognoseansatz aufweiche. Evercore ISI senkte die EBITDA-Schätzung für 2027 um 27 Prozent und erklärte, man werde erst wieder positiver, wenn sich die produktgetriebenen Fundamentaltrends stabilisierten.
Die Marktkapitalisierung beträgt aktuell 5,44 Milliarden Dollar. Trotz der strategischen Herausforderungen weist das Unternehmen mit 72 Prozent eine hohe Bruttogewinnmarge auf und bleibt profitabel. Ob die Kehrtwende gelingt, dürfte sich in den kommenden Quartalen zeigen.
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