DWS Aktie: Peakside-Coup!

Die DWS vereinbart die Übernahme von Peakside; der Abschluss hängt von Genehmigungen ab und wird bis Jahresende erwartet.

Die Kernpunkte:
  • Peakside verwaltet über 1,7 Milliarden Euro
  • Kaufpreis bleibt unter Verschluss
  • RBC erhöht DWS-Kursziel auf 73 Euro
  • Quartalszahlen für den 28. Oktober angekündigt

Mit einem Zukauf im Immobiliensektor baut die DWS ihr Geschäft mit alternativen Anlagen aus. Der Vermögensverwalter unterzeichnete gestern verbindliche Vereinbarungen zur vollständigen Übernahme der Schweizer Peakside Capital Advisors AG. Das Closing der Transaktion wird bis zum Ende des laufenden Jahres erwartet und steht unter dem Vorbehalt der üblichen regulatorischen Genehmigungen.

Über die finanziellen Konditionen vereinbarten die beteiligten Parteien Stillschweigen. Peakside hat seinen Hauptsitz im schweizerischen Zug, unterhält Präsenzen in Deutschland, Luxemburg sowie Polen und verwaltet ein Vermögen von mehr als 1,7 Milliarden Euro für überwiegend institutionelle Kunden.

Das Unternehmen ist auf wertsteigernde und opportunistische Investments in den Bereichen Büro, Einzelhandel, Logistik und Wohnen spezialisiert. Die bisherigen Eigentümer um die Gründer Stefan Aumann und Boris Schran sowie das Führungsteam bleiben nach dem Vollzug an Bord.

Ausbau des Geschäfts mit Sachwerten

Für die DWS dient die Akquisition der Stärkung der eigenen Plattform für alternative Anlagen und des europäischen Immobilienangebots. Zum 30. Juni 2026 belief sich das von der DWS verwaltete Gesamtvermögen auf knapp 1,2 Billionen Euro.

Zuletzt zeigte sich das Marktumfeld für Immobilienfonds jedoch anspruchsvoll: Im zweiten Quartal 2026 verbuchte der Konzern im Bereich der alternativen Anlagen Nettoabflüsse von 0,7 Milliarden Euro, die vor allem Immobilien und Infrastruktur betrafen.

Der Zukauf zielt darauf ab, das institutionelle Portfolio gezielt durch aktive Bewirtschaftungsstrategien zu ergänzen. Während offene Publikumsfonds der Branche zuletzt unter Bewertungsdruck standen, setzt der Zukauf den Schwerpunkt auf institutionelle Mandate mit selektivem Risiko-Rendite-Profil.

Analystenlob vor den Quartalszahlen

Zusätzlichen Rückenwind erhielt die Aktie gestern von Analystenseite. Die kanadische Bank RBC hob ihr Kursziel für die DWS von 68 auf 73 Euro an und bestätigte ihre Einstufung mit „Outperform“.

Analyst Jude Neanor begründete den Schritt vor den anstehenden Geschäftszahlen mit stabilen Mittelzuflüssen im dritten Quartal 2026. Neanor erwartet Zuflüsse weitgehend auf dem Niveau des Vorquartals, sieht jedoch eine leichte Verschiebung weg von aktiv verwalteten Produkten.

Die Vorlage der Quartalszahlen ist für den 28. Oktober angekündigt. An der Börse beendete das Papier den gestrigen Handelstag bei 68,55 Euro. Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie einen Kursanstieg von 21 Prozent.

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