DWS Aktie: Xtrackers-Gebühr auf 0,07 Prozent ab Juni

DWS erzielt 2025 einen Ertragsrekord bei stabilen Kosten. Der Preiskampf im ETF-Geschäft bleibt eine zentrale Herausforderung für den Asset Manager.

Die Kernpunkte:
  • Neuer Ertragsrekord im Jahr 2025
  • Kosten nahezu stabil gehalten
  • ETF-Gebühren auf 0,07 Prozent gesenkt
  • Expansion in fünf größte Volkswirtschaften

Die DWS Group blickt optimistisch nach vorn. Auf der Hauptversammlung am 3. Juni zog CEO Stefan Hoops eine positive Bilanz für 2025. Gleichzeitig macht der Preiskampf im ETF-Geschäft dem größten deutschen Asset Manager zu schaffen. Hoops setzt auf Expansion in die fünf größten Volkswirtschaften – und auf Kostenkontrolle.

Rekorderträge bei stabilen Kosten

Das Geschäftsjahr 2025 brachte der DWS einen neuen Ertragsrekord. Die Kosten blieben trotz des Wachstums nahezu stabil. Das zeigt sich im Gewinn: Analysten erwarten für 2026 ein Plus von rund 7,6 Prozent. Die operative Zuverlässigkeit des Konzerns wird mit 0,77 von maximal 1,0 bewertet – ein solider Wert.

Parallel zur Bilanz gab es personelle Veränderungen. Bas NieuweWeme zieht in den Aufsichtsrat, Ute Wolf scheidet aus. Im Vertrieb übernimmt Simon Klein zusätzlich die globale Verantwortung für das Private-Wealth-Segment. Er behält seine Rolle als weltweiter Xtrackers-Chef. Die Botschaft: DWS will vermögende Privatkunden enger an die ETF-Sparte binden.

Preissenkung als strategische Waffe

Der Wettbewerb um Marktanteile bei Indexfonds ist intensiv. DWS reagiert mit einer deutlichen Gebührensenkung: Seit dem 1. Juni kostet der Xtrackers FTSE All-World UCITS ETF nur noch 0,07 Prozent. Der Schritt soll die Position im Preiskampf mit internationalen Rivalen sichern. Hinzu kommen die bis 2028 gesteckten Rentabilitätsziele. Das Management setzt auf Skaleneffekte und ein überdurchschnittliches Gewinnwachstum je Aktie.

Die Aktie reagierte verhalten. Am Mittwoch notiert das Papier bei 61,50 Euro – ein Minus von 1,05 Prozent zum Vortag. Das 52-Wochen-Hoch von 65,40 Euro ist rund sechs Prozent entfernt. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 12,4 und einer Marktkapitalisierung von 12,6 Milliarden Euro wirkt die Bewertung moderat. Allerdings signalisiert der RSI von 88,7 Punkten eine technische Überkauftheit.

Ob die Mischung aus Kostenfokus, Vertriebsoffensive und Preissenkung aufgeht, entscheidet sich in Amerika und Asien. Dort will DWS zu den fünf führenden ausländischen Asset-Managern gehören – ein ambitioniertes Ziel, das über das organische Wachstum hinaus auch selektive Partnerschaften erfordert.

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