E-Auto-Zulassungen in der EU steigen auf neuen Höchststand
Batterieautos kamen im ersten Halbjahr 2026 auf 20,7 Prozent der EU-Neuzulassungen, während Deutschland den größten Einzelmarkt stellte.

- Elektroanteil steigt auf 20,7 Prozent
- Dänemark führt europäische Länderwertung an
- Kroatien bildet Schlusslicht mit 1,9 Prozent
- Deutschland bleibt größter Einzelmarkt
Gut jedes sechste Neufahrzeug in der Europäischen Union fährt mittlerweile rein elektrisch. Im Gesamtjahr 2025 erreichte der Anteil batteriebetriebener Neuwagen mit 17,3 Prozent einen neuen Rekord. Dieser Trend setzte sich zuletzt fort: In den ersten sechs Monaten des Folgejahres lag die Quote bereits bei 20,7 Prozent.
Der Wandel im Straßenverkehr vollzieht sich in hohem Tempo. Vor zehn Jahren spielten Vollstromer mit einem Marktanteil von 0,4 Prozent statistisch kaum eine Rolle. Verbrennungsmotoren verlieren dagegen kontinuierlich an Boden.
Den größten Block bildeten im Rekordjahr Hybridfahrzeuge mit einem Anteil von 42,4 Prozent an den EU-Zulassungen. Reine Benziner kamen auf 27,3 Prozent des Marktes. Für reine Dieselfahrzeuge blieb lediglich ein Anteil von 9,8 Prozent.
Hohes Gefälle zwischen den Mitgliedsstaaten
Hinter dem europäischen Durchschnitt verbirgt sich eine erhebliche Kluft zwischen den einzelnen Ländern. Dänemark führte die Rangliste mit einer Quote von 67,8 Prozent an, gefolgt von den Niederlanden mit 40,2 Prozent. Am unteren Ende markierte Kroatien mit 1,9 Prozent den Tiefstwert.
Außerhalb der Staatengemeinschaft zeigt Norwegen, wie weit ein Markt voranschreiten kann. Dort machten reine Stromer zuletzt rund 95 Prozent der Neuzulassungen aus. Als wesentliche Gründe für die kontinentalen Unterschiede gelten das Ausbautempo beim Ladenetz sowie die jeweiligen Förderprogramme der Regierungen.
Deutschland bleibt der wichtigste Einzelmarkt
Als volumenstärkster Pkw-Markt bestimmt Deutschland das europäische Gesamtbild maßgeblich mit. Im Gesamtjahr entfielen hierzulande rund 545.100 Neuzulassungen auf reine Elektroautos, was einem Marktanteil von 19,1 Prozent entsprach. Auf die Bundesrepublik entfiel damit mehr als ein Viertel aller 1,89 Millionen EU-weiten Stromer-Zulassungen.
Frankreich folgte als zweitgrößter Markt mit 330.900 neuen Fahrzeugen. Auf dem deutschen Markt zog die Nachfrage im Spätsommer spürbar an: Im August wurden rund 69.000 neue Elektro-Pkw zugelassen.
Treiber dieser Beschleunigung sind vor allem neue Einstiegsmodelle, hohe Kraftstoffpreise und staatliche Förderprämien. Mit dem voranschreitenden Ausbau des Ladenetzes verfestigt sich dieser Strukturwandel über die Kernmärkte hinaus nun schrittweise in der gesamten Europäischen Union.
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