E.ON Aktie: Drohende Talfahrt?
E.ON sieht sich mit einem deutlichen Anstieg der Netzentgelte in Großbritannien konfrontiert, während die Leerverkäufe in den USA stark zulegen. Der Konzern hat sich jedoch bereits mit einer Anleiheemission Liquidität gesichert.

- Netzentgelte in Großbritannien steigen um über 60%
- Leerverkäufe in den USA legen stark zu
- Konzern platziert Anleihe über 1,6 Milliarden Euro
- Aktienkurs nähert sich 52-Wochen-Hoch
E.ON bekommt ausgerechnet in Großbritannien neuen Gegenwind: Ab April sollen die Netzentgelte im Strom-Übertragungsnetz deutlich steigen. Parallel fällt auf, dass die Short-Positionen bei den US-Hinterlegungsscheinen stark zugenommen haben. Wie ernst ist dieses Signal – und was steckt operativ dahinter?
Die Fakten im Überblick
- Schlusskurs (Freitag): 17,86 € (+0,20%)
- Entwicklung: +5,40% in 7 Tagen, +10,79% in 30 Tagen
- Abstand zum 52-Wochen-Hoch: -2,43% (Hoch: 18,31 €)
- US-Short-Interest (EONGY): 83.607 Stück, +89,3% zum vorherigen Stichtag
- Days-to-Cover: 0,4 Tage (weiterhin niedrig)
Großbritannien: Netzentgelte ziehen an
Der zentrale neue Faktor kommt aus dem britischen Stromnetz. Für April 2026 werden höhere TNUoS-Gebühren (Transmission Network Use of System) erwartet. Laut den im Quelltext genannten Prognosen sollen die Kosten von 18,90 GBP/MWh auf 31 GBP/MWh steigen – das wäre ein Plus von über 60%.
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Auch die Gesamtsumme der einzuziehenden Kosten soll deutlich wachsen: 7 Milliarden GBP im Zeitraum 2026/27, nach 4,3 Milliarden GBP im Vorjahr. Als Treiber gelten Investitionen in das „Clean Power 2030“-Ziel sowie neue Schwellenwerte bei der Tarifierung. Unterm Strich: Das regulatorische Umfeld im UK-Markt wird teurer – und setzt die Rahmenbedingungen für Versorger dort neu.
Short-Positionen in den USA: viel Prozent, wenig „Druck“?
Auffällig ist der Sprung beim Short Interest der US-Hinterlegungsscheine (Ticker EONGY): Zum Stichtag 15. Januar stieg die Zahl leerverkaufter Stücke auf 83.607 nach 44.164 Ende Dezember. Prozentual ist das ein kräftiger Satz.
Gleichzeitig bleibt die Days-to-Cover-Ratio bei 0,4 Tagen. Das spricht dafür, dass die Positionen im Verhältnis zur üblichen Liquidität bislang schnell deckbar wären – der Anstieg ist also eher ein Warnhinweis im Stimmungsbild als ein unmittelbarer Engpassfaktor.
Ablesbar ist zudem: Der Kurs hat sich zuletzt nach oben gearbeitet und liegt nur knapp unter dem 52-Wochen-Hoch. Gleichzeitig ist der RSI (14 Tage) mit 17,4 sehr niedrig – ein Wert, der eine stark „abverkaufte“ technische Lage signalisiert.
Finanzierung und operative Meldungen
Auf der Finanzierungsseite hat sich der Konzern bereits Liquidität gesichert: Im Quelltext wird eine Anleiheemission über 1,6 Milliarden Euro genannt, die am 20. Januar 2026 platziert wurde.
Operativ gab es Ende Januar außerdem Meldungen zu sozialen Initiativen in Großbritannien, darunter ein Projekt mit dem Glasgow City Council zur Senkung von Energiekosten für einkommensschwache Haushalte sowie ein Sport-Event in Inverclyde.
Zum Wochenstart dürfte sich der Blick vor allem darauf richten, ob der Markt die erwarteten UK-Netzentgeltsteigerungen als reinen Branchenfaktor einpreist – oder ob daraus konkret neuer Margen- und Kostendruck für das UK-Geschäft abgeleitet wird. Entscheidend: Ab April 2026 wird die Prognose zur Gebührenerhöhung praktisch, und damit wird aus dem Thema ein messbarer Ergebnishebel.
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