E.ON Aktie: OVO-Übernahme unter CMA-Prüfung

UBS empfiehlt die E.ON-Aktie zum Kauf, während die CMA den OVO-Erwerb prüft und der Konzern seine Jahresziele für 2026 bestätigt.

Die Kernpunkte:
  • UBS erhöht E.ON-Kursziel auf 20 Euro
  • CMA untersucht geplanten OVO-Kauf
  • Britische Kundenzahl könnte um vier Millionen steigen
  • E.ON bestätigt EBITDA-Prognose für 2026

Am heutigen Montag endet die Konsultationsfrist der Bundesnetzagentur für die künftige Verzinsung der Gasnetze. Der vorliegende Festlegungsentwurf sieht für die Jahre 2028 bis 2032 einen Eigenkapitalzinssatz von 5,76 Prozent vor, was eine Steigerung gegenüber dem bisherigen Wert von 5,07 Prozent bedeutet.

Für den Energiekonzern E.ON ist diese spezifische Entscheidung jedoch nur von indirekter Bedeutung. Das Unternehmen erzielt seine Erträge fast ausschließlich über die Stromverteilnetze, deren Verzinsung die Behörde erst in einem gesonderten Verfahren im kommenden Jahr festlegen wird.

Britische Expansion unter behördlicher Prüfung

Parallel zur regulatorischen Entwicklung in Deutschland treibt E.ON den Ausbau seines Kundengeschäfts in Großbritannien voran. Die britische Wettbewerbsbehörde CMA hat Anfang September eine formale Untersuchung zur geplanten Übernahme von OVO Energy eingeleitet.

E.ON hatte die Vereinbarung zum Kauf des britischen Energieversorgers bereits im Mai unterzeichnet. Durch die Akquisition würde die Zahl der britischen Kunden des Konzerns von derzeit etwa 5,6 Millionen um rund 4 Millionen steigen.

Die Wettbewerbshüter haben sich eine Frist bis zum 28. Oktober gesetzt, um über das weitere Vorgehen zu entscheiden. Bis zu diesem Termin muss die Behörde festlegen, ob sie das Vorhaben genehmigt, Auflagen erteilt oder eine tiefergehende Prüfung einleitet. Das Geschäft gilt als wichtiger Baustein für die strategische Neuausrichtung von E.ON auf dem britischen Markt, der neben dem Netzgeschäft eine zentrale Säule des Konzerns bildet.

Analysten sehen Aufwärtspotenzial

Die Analysten der UBS haben auf die jüngsten Entwicklungen reagiert und die Einstufung für die E.ON-Aktie am vergangenen Mittwoch von „Halten“ auf „Kaufen“ hochgestuft. Dabei hob das Bankhaus das Kursziel von 19,50 Euro auf 20,00 Euro an.

Im aktuellen Marktumfeld notiert das Papier bei 17,50 Euro und verzeichnet damit heute einen Rückgang von 0,8 Prozent. Damit liegt der Kurs derzeit rund 3,4 Prozent unter dem gleitenden Durchschnitt der vergangenen 200 Tage.

Trotz der kurzfristigen Kursschwankungen und der rechtlichen Auseinandersetzungen um Preisanpassungsklauseln vor rund zwei Wochen bleibt die operative Basis stabil. In den vor rund einem Monat veröffentlichten Halbjahresergebnissen wies der Konzern ein bereinigtes EBITDA von 5,4 Milliarden Euro aus, was einem Zuwachs von einem Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2026 bestätigte das Management die Prognose, die ein bereinigtes EBITDA zwischen 9,4 und 9,6 Milliarden Euro vorsieht. Das bereinigte Konzernergebnis wird weiterhin in einer Spanne von 2,7 bis 2,9 Milliarden Euro erwartet.

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