E.ON: Heiße Aktie, solides Zertifikat!

Nach dem jüngsten Kursrücksetzer glänzte der Anteilschein von E.ON am vergangenen Freitag mit einem deutlichen Plus. Auf weitere Wertzuwächse sollten bei dem DAX-Titel aber nur risikofreudige Anleger spekulieren. Vorsichtige Börsianer, die ihre Nerven schonen möchten, ordern hingegen ein solides Bonuspapier auf die E.ON-Aktie.

© E.ON

Der Energiekonzern E.ON hat seine strategische Neuausrichtung bilanziell abgeschlossen. Erwähnenswert sind in diesem Zusammenhang hohe negative Einmaleffekte, die dazu führten, dass das DAX-Unternehmen das Geschäftsjahr 2016 unter dem Strich mit einem Verlust von 16 Milliarden Euro abgeschlossen hat. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern verringerte sich von 3,56 auf 3,11 Milliarden Euro und der Umsatz ging von 42,66 auf 38,17 Milliarden Euro zurück.

Kapitalerhöhung durchgeführt

Zwar sind die Zahlen für 2016 unerfreulich ausgefallen, aber immerhin sind nun bei E.ON alle Lasten der Vergangenheit verarbeitet. Vorstandschef Johannes Teyssen sagte diesbezüglich: „Die Bilanz des Übergangsjahres 2016 ist eine Zäsur, die den Weg von E.ON in die neue Energiewelt frei macht. Damit können wir uns nun voll und ganz auf unsere Kunden in den drei Kerngeschäften Energienetze, Kundenlösungen und Erneuerbare Energien konzentrieren.“ Bedenken sollten Anleger zudem, dass E.ON in der zurückliegenden Woche problemlos 200 Millionen neue Aktien bei institutionellen Investoren platzieren konnte und dadurch einen Brutto-Erlös von 1,35 Milliarden Euro erzielt hat.

Teurer Ausstieg aus der Kernenergie

Das frische Kapital kann E.ON gut gebrauchen. Denn der Konzern muss im Rahmen einer Einigung mit der Bundesregierung über den Ausstieg aus der Kernenergie rund zehn Milliarden Euro in einen Fonds einzahlen, um sich von der Verantwortung für die Zwischen- und Endlagerung des Atommülls sowie sämtlichen Nachschusspflichten freizukaufen. In diesen Fonds zahlen auch andere Energieversorger ein – das mit der Bundesregierung vereinbarte Fonds-Volumen beträgt 23,5 Milliarden Euro.

Dividende soll 2018 steigen

In diesem Jahr will E.ON wieder schwarze Zahlen schreiben. Geplant ist ein Überschuss von 1,2 bis 1,45 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern soll zwischen 2,8 und 3,1 Milliarden Euro betragen. Des Weiteren können sich die Aktionäre auf eine Dividende von 0,21 Euro je Aktie für 2016 freuen, die nach der Hauptversammlung am 10. Mai 2017 ausgeschüttet wird. Für 2017 will das Unternehmen im kommenden Jahr sogar eine Dividende von 0,30 Euro je Anteilschein zahlen, was derzeit einer Rendite von 4,2 Prozent entspricht.

Analyst senkt Kursziel

Die Perspektiven von E.ON sind zufriedenstellend. Dennoch stuft Independent-Research-Analyst Sven Diermeier die Aktie wie bislang lediglich als Halteposition ein. Außerdem hat er sein Kursziel von 7,30 auf 7,10 Euro gesenkt. Er begründet dies mit der Reduzierung seiner Schätzungen des Gewinns je Anteilschein für 2017 und 2018 wegen des Anstiegs der Aktienanzahl infolge der Kapitalerhöhung.

Risikoarmes Bonuspapier

Es gibt zwar auch Analysten, die zum Kauf der E.ON-Aktie raten, aber unabhängig davon ist ebensolche ein ziemlich heißer DAX-Titel, den nur mutige Anleger kaufen sollten. Erfreulicherweise finden vorsichtige Börsianer im Zertifikatesektor viele risikoarme Alternativen zur Aktie des Energieversorgers. Zu denen zählt beispielsweise ein von der Citigroup emittiertes Capped-Bonus-Zertifikat (WKN: CY1EG2, ISIN: DE000CY1EG24), das mit einer Barriere bei 5,75 Euro sowie einem Bonuslevel und einem Cap bei 7,90 Euro ausgestattet ist. Mit diesem Finanzprodukt kann bis zum 19. September 2017 eine Rendite von rund elf Prozent erzielt werden, sofern der Kurs des Basiswertes während der Laufzeit nie auf oder unter 5,75 Euro fällt.

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